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Allstedt – Das Schloss

Inmitten einer uralten Kulturlandschaft – umgeben von Kyffhäuser, Harz und Goldener Aue – liegt auf einem Bergrücken hoch über dem gleichnamigen Städtchen das Schloss Allstedt. In der früh- und hochmittelalterlichen Königspfalz Allstedt – in räumlicher Nachbarschaft zu den Pfalzen Tilleda, Wallhausen und Memleben – fanden häufig Reichs- und Fürstenversammlungen statt, die letzte unter dem Staufer Kaiser Friedrich I. Barbarossa im Jahre 1188. Körperliche Reste der Allstedter Königspfalz lassen sich heute jedoch nicht mehr auffinden. Ende des 13. Jahrhunderts wechselten in Folge des Zerfalls der kaiserlichen Zentralgewalt häufig die Besitzer des Gutes. Häufige bauliche Veränderungen und Anpassungen dürften die Folge gewesen sein.


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Die Anlage besteht aus dem vorderen Schloss mit seinem Torturm, der inneren und äußeren Vorburg und der Kernburg. Das heutige architektonische Erscheinungsbild geht auf die Zeit zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert zurück. Besonders rege Bautätigkeit wurde durch Ernst August von Sachsen-Weimar-Eisenach angeregt, der als barocker Herrscher besonderen Wert auf äußere Repräsentation legte. Sein Tod 1748 ließ die Bauarbeiten beenden, so dass nur das Vordere Schloss im Barockstil vollendet werden konnte. Dieser Umstand rettete die gotische Kernburg, die im 14. und 15. Jahrhundert entstand. Besonders sehenswert ist hier die Burgküche mit ihrem riesigen Kamin und der Palas. In den Räumen des Obergeschosses der Kernburg befinden sich barocke Stuckdecken und Deckenmalereien. In der jetzt im Stil des Barock ausgestalten Kapelle hat der charismatische Bauernführer Thomas Müntzer am 13. Juli 1524 seine Fürstenpredigt gehalten.

Bild: Bergfried des Schlosses zu Allstedt.

Bild: Im Schloss zu Allstedt.

Bild: Im Schloss zu Allstedt.

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