Hans-Dietrich Genscher – Einer der Väter der Deutschen Einheit

Bild: Hans-Dietrich Genscher beim Zuhören im Jahre 2007. This work is free software; you can redistribute it and/or modify it under the terms of the GNU General Public License as published by the Free Software Foundation; either version 2 of the License, or any later version. This work is distributed in the hope that it will be useful, but without any warranty; without even the implied warranty of merchantability or fitness for a particular purpose. Urheber Mario Duhanic.

Letzte Änderung am 2. August 2019 von WebmasterHans Dietrich Genscher wurde am 21. März des Jahres 1927 in Reideburg bei Halle an der Saale geboren. Die Kleinstadt wurde im Jahre 1950 nach Halle an der Saale eingemeindet. Seine Eltern waren der Jurist Kurt Genscher und die Bauerntochter Hilde Genscher, geborene Kreime. Sein Vater starb im Jahre 1937. Genscher besuchte die Oberschule in Halle. Er wurde 1943 als Luftwaffenhelfer verpflichtet und kam ein Jahr später zum Reichsarbeitsdienst. Gegen Ende des Krieges geriet er als Angehöriger der Armee Wenck – die mit Kindern und alten Männern gegen die unaufhaltsam siegenden Alliierten kämpfen sollte – in Gefangenschaft.

Den gesamten Artikel lesen…

Unsere besten Deutschen Obstsorten Band I: Äpfel – Ein gartenbauliches Lehrbuch von 1923 (V. Auflage) mit 47 Tafeln mit naturgetreuen Abbildungen nebst beschreibendem Text

Letzte Änderung am 5. Januar 2018 von WebmasterIm Fundus unserer alten Bücher habe ich ein gartenbauliches Lehrbuch über die „besten Deutschen Obstsorten“ aus dem Jahre 1923 gefunden. Das Buch gehörte Friedrich „Fritz“ Ecke, einem Bruder meines Urgroßvaters väterlicherseits, der es – obwohl aus einfachen Verhältnissen stammend – bis zum Gartenbaudirektor in Leipzig brachte.

Den gesamten Artikel lesen…

Betriebsessen in der DDR in den Betrieben des VEB Mansfeld Kombinat Wilhelm Pieck und die „Woche der Gesunden Ernährung 1989“ im VEB Walzwerk Hettstedt

Bild: Deckblatt des Rezeptheftes "Woche der Gesunden Ernährung 1989" vom VEB Walzwerk Hettstedt.

Letzte Änderung am 26. März 2013 von Birk Karsten EckeDie Betriebe des VEB Mansfeld Kombinat Wilhelm Pieck haben Ihren Beschäftigten in den Kantinen neben einer Versorgung mit Bockwurst und belegten Brötchen in der Frühstückspause auch warme Mittagessen ausgegeben. Eine warme Mahlzeit gab es auch in Mittagschichten und den Nachtschichten, wenn in den Betrieben in Schichten gearbeitet wurde. Da in der Regel in der DDR auch Frauen ganztägig berufstätig waren, hatte das Mittagessen in den Betrieben einen besonderen Stellenwert. Abends wurde meist nicht zu Hause gekocht, auch aus Zeitgründen.

Den gesamten Artikel lesen…

Culinaria – Kulinarisches aus dem Harz und dem Harzvorland

Bild: Ein Kesselgulasch aus Wildfleisch schmort auf dem offenen Holzfeuer.

Letzte Änderung am 3. April 2018 von WebmasterSie werden sich vielleicht folgende Frage stellen: Gibt es die typische Küche des Harzes? Diese Frage ist einfach zu beantworten! Es gibt sie nicht! In historischer Zeit waren und sind es auch heute verfügbare Lebensmittel und Kochrezepte ein Spiegel der gesellschaftlichen Stellung und der vorhandenen Geldmittel. Der Bergmann aß anders als sein vorgesetzter Bergbeamte und ein Kleinbauer anders als ein Gutsbesitzer. Und mancher verarmte Adelige wird sich sicher die Mittagstafel eines Industriellen gewünscht haben. Mit der industriellen Revolution im 19. Jahrhundert hat es zunehmend exotische Früchte und Gewürze gegeben, was zweifellos auch die Küche breiter Bevölkerungsschichten beeinflusst hat. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Küche im Osten des Harzes wie überall in der…

Den gesamten Artikel lesen…

Rezept: Filet Wellington vom Damwild mit Gemüse von Waldpilzen, als Vorspeise Salatherzen und Lende vom Damwild und marinierte Mangostücke zum Dessert

Bild: Das am Tisch tranchierte Filet Wellington.

Letzte Änderung am 26. Dezember 2019 von Bert Ecke & Birk Karsten EckeFilet Wellington ist ein altes Gericht, das traditionell aus Rinderfilet zubereitet wird und früher herrschaftlichen Tischen vorbehalten war. Wir werden es abgewandelt – aber noch sehr viel delikater – aus dem Filet des jungen Damwildes zubereiten. Selbstverständlich können Sie aber auch Filet vom Wildschwein oder Rotwild dazu verwenden. Die Zubereitungsart bleibt die Gleiche. Das Gericht benötigt etwas Vorbereitungszeit, lässt sich aber dafür bestens am Abend zuvor ofenfertig machen. Das Wildfleisch darf heutzutage auch gern aus der Tiefkühltruhe sein.

Den gesamten Artikel lesen…

Rezept: Hasenbraten mit Klößen und Rotkraut – Ein besonderes Wildgericht

Bild: Der Hasenbraten mit Semmelknödel, geschmortem Rotkraut und Rotkrautsalet.

Letzte Änderung am 26. März 2013 von Birk Karsten EckeEin besonderes Wildgericht: Hasenbraten mit Klößen und Rotkraut – Das Rezept Hase hat ein besonderes Fleisch mit einem sehr intensiven Wildaroma. Leider sind in den letzten Jahren Hasen im Harz sehr selten geworden, so das dieses Gericht etwas wirklich besonderes ist. Hase ist immer ein Wildtier, da es unmöglich ist, ihn in Gefangenschaft zu halten. Sie sollten darauf achten, dass Sie den Hasen vom Jäger ihres Vertrauens beziehen. Er sollte nicht zu alt sein. Sie sollten außerdem darauf schauen, dass er nicht durch Schrotkörner und das anschließende Apportieren durch den Jagdhund zu arg in Mitleidenschaft gezogen ist.

Den gesamten Artikel lesen…

Rezept: Graupeneintopf mit Räucherrippe

Letzte Änderung am 26. Dezember 2019 von Birk Karsten EckeGraupensuppe oder Graupeneintopf ist einfaches und traditionelles Gericht im Mansfelder Land. Er wird besonders in der kalten Jahreszeit gekocht, weil er sehr deftig ist. Dazu passt eine dick geschnittene Scheibe frisches Mischbrot. Die im Rezept angegebenen Mengen reichen für 4 starke Esser. In Tirol gibt es einen ähnlichen Eintopf unter dem Namen Gerstensuppe.

Den gesamten Artikel lesen…

Wiener mit Kartoffelsalat

Letzte Änderung am 26. März 2013 von Birk Karsten EckeEin Rezept für den Heiligen Abend: Wiener Würstchen mit Kartoffelsalat nach Mutters Art Am 24. Dezember – dem Heiligen Abend – wird traditionell morgens der Weihnachtsbaum angeputzt. Zum Mittagessen gibt es dann immer Wiener Würstchen mit hausgemachtem Kartoffelsalat. Die Angaben im Rezept reichen gut für 4 starke Esser. Kartoffelsalat 1.5 kg festkochende Kartoffeln Gewürzgurken 1 Zwiebel Majonnaise Gurkenbrühe Mittelscharfen Senf zum Abschmecken Pfeffer, Salz, Essig, Senf, Schnittlauch, Paprikapulver, Chilipulver Wiener Würstchen 1 bis 2 Paar pro Person Zubereitung Kartoffeln mit Schale kochen und abkühlen lassen. Dann pellen und in Scheiben schneiden. Gurken und Zwiebeln in feine Würfel schneiden. Die Zwiebelwürfel in etwas Gurkensud aufkochen. Alle Zutaten eine Schüssel geben und Majonnaise…

Den gesamten Artikel lesen…

Hettstedt – Unterhaltsame Geschichten aus der Wipperstadt Hettstedt und dem Kupferberg

Bild: Der junge Bauer und seine Frau von Albrecht Dürer. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Letzte Änderung am 5. Januar 2013 von Der Ablassbrief von Hettstedt Im Jahre 1470 erwirkten zwei gottesfürchtige Frauen bei ihren – mit Sicherheit wohlhabenden – Ehemännern die Abfassung einer Botschaft an den Papst. Dort wurde ein Ablassbrief verfasst, der den Besuchern aller Gottesdienste und Feiern der drei Marienfeste annunciationis1, assumptionis2 und conceptionis3 jede Buße für 100 Tage nach jedem Fest und das zu erwartende Fegefeuer erlassen würde – soweit sie zusätzlich finanziell zum Erhalt der Kirche beisteuern. Der Ablassbrief wurde von hochrangigen Kirchenvertretern unterschrieben, unter anderem vom Erzbischof von Ravenna. Verkündigung des Herrn, 25. März. [↩]Mariä Aufnahme in den Himmel, 15. August. [↩]Unbefleckte Empfängnis, 8. Dezember. [↩]

Den gesamten Artikel lesen…

Hettstedt – Die Industrieruine Saigerhütte

Letzte Änderung am 14. April 2013 von Während der Wirren des in Mitteldeutschland so verheerend wütenden Dreißigjährigen Krieges erfuhr die Produktion von Kupfer und seinen Nebenprodukten einen deutlichen Niedergang. Nach 1631 wurde das Saigerverfahren in der Grafschaft Mansfeld nur noch auf der Katharinenhütte in Leimbach betrieben, so gering waren die zu verarbeitenden Kupfermengen. Nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges erholte sich die Kupferverarbeitung langsam, sodass ab 1685 die Kapazität der Katharinenhütte nicht mehr genügte. Die Platzverhältnisse ließen eine Erweiterung der Katharinenhütte nicht zu.

Den gesamten Artikel lesen…

Werner Lindner

Letzte Änderung am 7. Januar 2013 von Birk Karsten EckeWerner Lindner wurde 1883 in Eisleben geboren und gehört zu den bekanntesten Architekten des Nationalsozialismus. 1914 wurde er Geschäftsführer des Heimatschutzbundes, schied aber 1933 wieder aus der Position aus. 1939 erarbeitete er im Auftrag Heinrich Himmlers die Richtlinien zur ENTSCHANDELUNG DER ALTSTÄDTE und dehnte diese nach dem Beginn des zweiten Weltkrieges auch auf die besetzten Gebieten Polens aus. 1959 wurde Lindner das Bundesverdienstkreuz verliehen. Er starb am 20.10.1964 in Hermannsburg in Niedersachsen.

Den gesamten Artikel lesen…

Theodor Osterkamp

Letzte Änderung am 30. Dezember 2012 von Birk Karsten EckeTheodor Osterkamp wurde am 15.04.1892 in Aschersleben geboren und war ein berühmter Jagdflieger des Ersten und Zweiten Weltkrieges. Er trat 1914 der kaiserlichen Marine bei und wurde erst zum Beobachter und später zum Flugzeugführer ausgebildet. Osterkamp wurde am 02.09.1918 mit dem POUR LE MERITE ausgezeichnet und konnte 32 Luftsiege für sich beanspruchen. Im September 1939 wurde Osterkamp Kommandeur des Jagdgeschwaders 51. Im Zweiten Weltkrieg erreichte Osterkamp weitere 6 Luftsiege. Im Jahre 1944 überwarf sich Osterkamp mit dem Oberkommando der Luftwaffe und arbeitete bis 1945 als Forstmeister. Er starb am 02.01.1975.

Den gesamten Artikel lesen…

Hans Valentin Hube – Ein Ritterkreuzträger aus Naumburg

Letzte Änderung am 13. Dezember 2012 von Hans-Valentin Hube wurde am 29.10.1890 in Naumburg geboren. Hube trat 1908 in die kaiserliche Armee ein und wurde im Jahre 1914 so schwer verwundet, das ihm ein Arm amputiert werden musste. Nach dem Ende des ersten Weltkrieges wurde er in die Reichswehr übernommen und arbeitete in verschiedenen Dienststellen. Während des Zweiten Weltkrieges wurde ihm Mitte des Jahres 1940 das Kommando über die 16. mot. Infanteriedivision übergeben. Später kämpfte er an der Ostfront und auf Sizilien. Am 20.04.1944 erhielt er von Hitler eine der höchsten deutschen Auszeichnungen der Wehrmacht, die Brillianten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Einen Tag später kam er bei einem Flugzeugabsturz in der Nähe der Gemeinde Ainring bei Berchtesgaden in Oberbayern…

Den gesamten Artikel lesen…

Otto Könnecke – Der Gründer der Fluggesellschaft GERMANIA

Letzte Änderung am 1. Januar 2013 von Birk Karsten EckeOtto Könnecke wurde am 20.12.1892 in Straßberg/Harz als Sohn eines Tischlers geboren. Nach Abschluss der Handelsschule in Frankfurt am Main meldete er sich 1911 zum Militär. Nach der Einsatz als Fluglehrer bei der AEG sowie nach Kampfeinsätzen im Ersten Weltkrieg auf dem Balkan und in Frankreich erhielt er am 26.09.1918 den „Pour le Merite“. 1935 reaktivierte man Könnecke zur neugeschaffenen Luftwaffe. Er wurde Major und Kommandant einer Flugschule. Könnecke machte sich auch auf dem zivilen Flugsektor einen Namen in dem er seine eigene Fluggesellschaft GERMANIA gründete und weite Teile der Welt mit dem Flugzeug bereiste. Er starb am 25.01.1956 in Bad Aibling in Oberbayern.

Den gesamten Artikel lesen…

Otto Herfurth – Ein Ritterkreuzträger aus Wernigerode

Letzte Änderung am 15. Dezember 2012 von Otto Herfurth wurde am 22.01.1893 in Hasserode – heute Ortsteil von Wernigerode – geboren und trat während des Ersten Weltkrieges 1914 in die Kaiserliche Armee ein. 1919 wurde er in die Reichswehr übernommen. Er arbeitete als Abteilungsleiter im Oberkommando des Heeres. Im Zweiten Weltkrieg kommandierte er von 1940 bis 1943 er das 117. Infanterieregiment. Am 20.07.1944 unterstütze Herfurth zuerst die Verschwörer gegen Adolf Hitler um Oberst Stauffenberg, wechselte dann aber noch am gleichen Abend die Seiten. Später wurde er verhaftet und aus der Wehrmacht ausgestoßen. Ende September 1944 wurde er vom Volksgerichtshof unter Roland Freisler zum Tode verurteilt und in Berlin-Plötzensee gehängt.

Den gesamten Artikel lesen…

Paul Carell

Letzte Änderung am 1. Januar 2013 von Birk Karsten EckePaul Carell wurde am 02.11.1911 in Kelbra als Paul Karl Schmidt geboren. Er war SS-Obersturmbannführer und der Pressesprecher von NS Außenminister Joachim von Ribbentrop. Nach dem Krieg wurde er ein bekannter Schriftsteller und arbeitete unter anderem für DIE WELT und DIE ZEIT. Mit seinen Büchern die unter dem Synonym Paul Carell erschienen, z.B. STALINGRAD oder DIE WÜSTENFÜCHSE. MIT ROMMEL IN AFRIKA wurde er zu einem der führenden Chronisten über den Zweiten Weltkrieg. Er starb am 20.06.1997 in Rottach-Egern.

Den gesamten Artikel lesen…

Otto II. und Theophanu

Bild: Otto III., der Sohn und Erbe Ottos II. Dieses Bild steht unter der GNU Free Documentation Licence.

Letzte Änderung am 13. Dezember 2012 von Birk Karsten EckeOtto II. war der Sohn Kaiser Ottos I. – jenes berühmten Mannes, der es schaffte, die fürchterlich wütenden Ungarn aus Mitteleuropa zu vertreiben. Im Alter von nur sechs Jahren wurde er 961 auf Wunsch seines Vaters in Aachen zum Deutschen König gekrönt. Otto I. begab sich in diesem Jahr nach Italien, da er nach der Kaiserwürde strebte. Die war aber nur durch einen Krieg zu erringen, und es war die Pflicht des Königs in erster Reihe zu kämpfen. Die Kämpfe waren hart, die Alpenüberquerung gefährlich und jede noch so kleine Verwundung konnte den Tod bedeuten. Kurzum, die Einsetzung seines Sohnes als Mitkönig sicherte wenigstens die Familienmacht. Sechs Jahre später ließ sein…

Den gesamten Artikel lesen…

Der Heilige Brun von Querfurt

Bilder: Die Burg zu Querfurt.

Letzte Änderung am 27. April 2013 von Birk Karsten EckeBrun von Querfurt, auch Bruno III. von Querfurt genannt, war der Sohn Brunos II. von Querfurt, einem der wichtigsten militärischen Berater Kaiser Ottos II. Brun von Querfurt wurde gegen 974 geboren. Da sein Bruder Gebhard I. die Herrschaft Querfurt erbte, blieb ihm die Laufbahn eines Geistlichen. Erst besuchte er die Domschule zu Magdeburg, deren Stiftsherr er dann wurde. Im Jahre 996 begleitete er Kaiser Otto III. auf seinen ersten Italienzug. Otto setzte dort einen Verwandten, der ebenfalls Brun hieß, als Papst Gregor V. ein. In Italien trat Brun von Querfurt in ein Kloster ein und wurde Mönch. Papst Gregor V. verfügte, dass Brun von Querfurt als Missionar die heidnischen Pruzzen bekehren…

Den gesamten Artikel lesen…

Albrecht der Bär – Der Begründer der Deutschen Ostexpansion

Bild: Grabmahl Albrechts des Bären im Schloss zu Ballenstedt. Das Grabmahl wurde 1938 durch den Architekten Paul Schulze-Naumburg umgebaut. Markgraf Albrecht galt als Vorreiter der Ostpolitik des Tausendjährigen Reiches.

Letzte Änderung am 12. Dezember 2012 von Albrecht der Bär wurde um das Jahr 1100 geboren. Sein Vater war Graf Otto von Ballenstedt, seine Mutter Eilika von Billung1. Über Albrechts Beinamen DER BÄR gibt es heute mehrere Erklärungsversuche. Einer Überlieferung nach wurde Albrecht in Bernburg an der Saale, der Burg des Bären, geboren. Einer anderen Überlieferung nach bekam er den Beinamen als Gegenpol zu Heinrich dem Löwen. Einer der mächtigsten Zeitgenossen Albrechts war Lothar von Supplinburg, Herzog von Sachsen und späterer deutscher König und Kaiser. Albrecht der Bär wurde 1125 durch Herzog Lothar als Markgrafen der Lausitz eingesetzt. Die Billunger hatten bis 1106 die sächsische Herzogswürde inne. Beim Tode von Eilikas Vater, Magnus von Billungen, war kein männlicher Erbe da und…

Den gesamten Artikel lesen…

Eike von Repgow – Der Verfasser des Sachsenspiegel

Bild: Die Burg Falkenstein im Unterharz gilt als der Ort, an dem Eike von Repgow den Sachsenspiegel verfasst hat.

Letzte Änderung am 12. Dezember 2012 von Eike von Repgow ist um das Jahr 1180 in Reppichau (heute Landkreis Anhalt-Bitterfeld) geboren, wann genau, ist heute nicht mehr herauszufinden. Leider ist über den Lebensweg des Eike von Repgow so gut wie nichts bekannt. Sein Vater und auch schon sein Großvater haben zur Besatzung der Burg Giebichenstein, in Halle an der Saale gelegen, gehört. Sicher war die Familie Eikes begütert. Eike von Repgow hat für damalige Verhältnisse eine außerordentlich gute Ausbildung genossen.

Den gesamten Artikel lesen…

Heinrich von Morungen – Ein berühmter Minnesänger des Hochmittelalter

Bild: Heinrich von Morungen in einer Abbildung des CODEX MANESSE. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Letzte Änderung am 1. Mai 2014 von WebmasterHeinrich von Morungen ist eine der großen Persönlichen des Hochmittelalters. Obwohl er einer berühmtesten Minnesänger seiner Zeit war – heute würde man ihn zweifellos mit einem Popstar vergleichen – liegt von seinem Lebenslauf sehr viel im Dunkel der Geschichte. In der Zeit um 1160 oder nur wenige Jahre früher wurde Heinrich von Morungen geboren. Als Geburtsort kommt die Alte Burg in Morungen bei Sangerhausen in Frage1. Seine Vorfahren gehörten dem niederen Adel an und hatten Verbindungen zum Kloster Walkenried und dem Stift Kaltenborn2. In der Umgebung des Dorfes Morungen gibt es zwei Burgruinen – die Alte Burg und die Neue Burg. An der Burgruine Neu-Morungen wurde 1925 vom Harzverein eine Tafel mit einem…

Den gesamten Artikel lesen…

Mechthild von Hackeborn

Bild: Das Kloster Helfta bei Eisleben.

Letzte Änderung am 12. Dezember 2012 von Mechthild von Hackeborn wurde im Jahre 1241 in Helfta bei Eisleben als dritte Tochter eines Grafen geboren und gehörte dem Geschlecht der Edlen von Hackeborn an, die in der Nähe von Halberstadt ihre Wurzeln hatten. Als sie im Jahre 1248 zusammen mit ihrer Mutter das Zisterzienserkloster in Rodardesdorf – heute Rodesdorf genannt und ein Ortsteil von Wegeleben – besuchte, keimte in dem erst sieben Jahre alten Mädchen der Wunsch auf bei den Nonnen zu bleiben. Ihre 10 Jahre ältere Schwester lebte schon als Nonne in dem Kloster und wurde im Jahre 1251 Äbtissin der Einrichtung. Vermutlich wurde Mechthild erst an der Klosterschule unterrichtet und später zur Nonne geweiht. Nachdem das Kloster im Jahre…

Den gesamten Artikel lesen…

Albrecht VII. von Mansfeld

Bild: Albrecht VII. von Mansfeld-Hinterort. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Letzte Änderung am 12. Dezember 2012 von Albrecht wurde am 18. Juni 1480 als vierter Sohn des Grafen Ernst I. von Mansfeld und der Gräfin Margaretha von Mansfeld1 in Leipzig geboren. Bereits im Alter von sieben Jahren übernahm er – zumindest pro forma – die Regierungsgeschäfte, weil sein Vater gestorben war. Albrecht VII. war einer der wichtigsten Vertreter der Grafen von Mansfeld in der Reformationszeit – allerdings nicht immer nur im positiven Sinne. Um 1500 gründete Graf Albrecht die Eislebener Neustadt als Bergarbeitersiedlung. Die Neustadt wurde von Albrecht mit einer Kirche und einem Kloster ausgestattet. Im Jahre 1511 ließ er auf dem Schlossberg von Mansfeld zusätzlich zu den schon vorhandenen Schlössern Vorder- und Mittelort das Schloss Hinterort bauen. Margaretha von…

Den gesamten Artikel lesen…

Martin Luther – Reformator und Bibelübersetzer

Bild: Luther vor Karl V. auf dem Reichstag zu Worms 1521. Wandgemälde (um 1880) von Hermann Wislicenus in der Kaiserpfalz Goslar. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Letzte Änderung am 5. Januar 2013 von Der wohl berühmteste Sohn des Mansfelder Landes, Martin Luther, wurde am 10. November 1483 in Eisleben geboren. Später erfolgte eine Übersiedelung der Familie Luther nach Mansfeld. Sein Vater, Hans Luder1, brachte es bis zum Ratsmitglied der Stadt Mansfeld. Dadurch kreditwürdig geworden, konnte er einige Hütten in der Bergbauregion pachten. Im Laufe der Zeit und gefördert durch günstige wirtschaftliche Umstände konnte Hans Luther immerhin 10 Prozent der damaligen Jahresproduktion an Mansfelder Kupfer erzeugen, das entsprach etwa 100 Tonnen Kupfer und 600 Kilogramm Silber mit einem Materialwert von etwa 39000 Gulden. Luthers Vater war also nach heutigen Begriffen ein außerordentlich erfolgreicher mittelständischer Unternehmer. Er hätte es deshalb auch gern gesehen, wenn sein Sohn ebenfalls Hüttenmeister…

Den gesamten Artikel lesen…

Thomas Müntzer – Der charismatische Führer des Bauernkrieges in Mitteldeutschland

Bild: Detailausschnitt vom Denkmal für Thomas Müntzer in der Harzstadt Stolberg. Foto © 2011 by Bert Ecke.

Letzte Änderung am 5. Januar 2018 von WebmasterThomas Müntzer wurde etwa 1490 in Stolberg im Harz geboren. Seine Eltern dürften nicht unvermögend gewesen sein. Von 1506 bis 1512 studierte er Theologie in Leipzig und Frankfurt an der Oder. Ab 1514 hatte er mehrere Pfarrstellen, unter anderem in Braunschweig. 1516 und einen Teil des Jahres 1517 war er Propst an der Stiftskirche Frose. Noch im gleichen Jahr war Müntzer an der Universität Wittenberg eingeschrieben, an der er bis 1518 studierte. Hier hatte er wahrscheinlich Kontakt zu Martin Luther und anderen zeitgenössischen Persönlichkeiten.

Den gesamten Artikel lesen…

Wolfgang von Anhalt-Köthen

Bild: Wolfgang von Anhalt-Köthen.

Letzte Änderung am 12. Dezember 2012 von Birk Karsten EckeWolfgang von Anhalt-Köthen ist ein weiterer wichtiger Vertreter der Fürsten von Anhalt, der sich mit seiner ganzen Kraft für die Reformation einsetzte. Als Zeitgenosse des Grafen Albrecht VII. von Mansfeld-Hinterort hat auch er die Ächtung und den zeitweisen Verlust seiner Güter hinnehmen müssen.  Wolfgang von Anhalt-Köthen wurde am 01.08.1492 in Köthen geboren. Sein Vater war Fürst Waldemar VI. von Anhalt und seine Mutter Margarete von Schwarzburg. Sein Vater setzte ihn 1507 als Vogt über die Reichsabtei Gernrode ein, um ihn auf seine zukünftige Aufgabe als Fürst vorzubereiten. 1508 starb Waldemar VI. und Wolfgang übernahm die Regierungsgeschäfte im Köthener Anteil des anhaltinischen Landes. Damit hatte er die Macht über die Ländereien um…

Den gesamten Artikel lesen…

Johannes Agricola Eisleben – Reformator und Oberhofprediger

Bild: Die Kirche St. Nikolai zu Eisleben. Hier wirkte Johannes Agricola als Pfarrer.

Letzte Änderung am 9. Oktober 2019 von WebmasterJohannes Agricola wurde am 20. April 1492 in Eisleben geboren. Sein Vater nannte sich Albrecht Schnitter und war von Beruf Schneider. Der Nachname Agricola leitet sich aus dem lateinischen Wort Bauer ab. Weitere Rufnamen des Johannes Agricola waren Johann Schneider, Johannes Eisleben, Magister Islebius oder Hans Bauer. Agricola genoss eine für seine Zeit ausgezeichnete Schulbildung. Zuerst besuchte er das Martino-Katharineum in Braunschweig und 1506 ging er an eine Schule in Leipzig, wo er im Jahre 1509 an der Universität ein Studium begann. Nach dem Baccalaureat1 ging er zurück nach Braunschweig und arbeitete als Lehrer. Der Baccalaureus – heute Bachelor – ist der erste akademische Grad. [↩]

Den gesamten Artikel lesen…

Cyriacus Spangenberg – Der Chronist der Grafen von Mansfeld und sein tragisches Schicksal

Bild: Die Kirche St. Andreas in Eisleben. Aufnahme aus dem Jahr 2009 von Birk Karsten Ecke.

Letzte Änderung am 11. Dezember 2012 von Cyriacus Spangenberg wurde am 7. Juni 1528 in Nordhausen als ältester Sohn des Johann Spangenberg geboren1. Johann Spangenberg war der erste protestantische Prediger an der Kirche St. Blasii zu Nordhausen und mit Martin Luther und Philipp Melanchthon befreundet. Er war einer der Vorreiter der Reformation in Mitteldeutschland. Durch Einflussnahme Martin Luthers bei den Grafen von Mansfeld wurde Johann Spangenberg im Jahre 1546 Generalsuperintendent in der Bergbaustadt Eisleben. Cyriacus Spangenberg muss eine sehr gute Auffassungsgabe gehabt haben, denn bereits im Februar 1542 – er war zu diesem Zeitpunkt nicht einmal vierzehn Jahre alt – konnte er sich an der damals sehr renommierten Universität Wittenberg als Student einschreiben. Zweifellos halfen ihm dabei auch die Beziehungen…

Den gesamten Artikel lesen…

August Hermann Francke und die Franckeschen Stiftungen in Halle an der Saale

Bild: Das ehemalige Waisenhaus der Franckeschen Stiftungen in Halle an der Saale. Bild: © 2012 by Bert Ecke.

Letzte Änderung am 21. Februar 2016 von WebmasterAugust Hermann Francke wurde am 22. März 1663 in Lübeck geboren. Er war einer der bekanntesten Vertreter des Pietismus in Mitteldeutschland. Sein Vater Johann Francke war Jurist und seine Mutter Anna Francke entstammte einer Patrizierfamilie. Im Jahre 1666 zog die Familie nach Gotha und Francke und besuchte dort 1676 für ein Jahr das Gymnasium. Die restliche Zeit wurde er privat unterrichtet. 1679 schrieb er sich als Student der Philosophie an der Universität zu Erfurt ein, wechselte er bald zum Studium der Theologie an die Universität Kiel. Francke kam damit in den Genuss eines von einem Onkel mütterlicherseits – er war Pastor – gestiftetes Stipendium. Francke muss zu dieser Zeit recht ruhelos gewesen sein,…

Den gesamten Artikel lesen…

Georg Friedrich Händel

Bild: Georg Friedrich Händel. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Letzte Änderung am 11. Dezember 2012 von Birk Karsten EckeGeorg Friedrich Händel wurde am 23. Februar 1685 in Halle an der Saale geboren. Sein Vater Georg war Hofchirurg, Barbier und Wundarzt in Halle und plante für seinen Sohn eine juristische Karriere. Diese lehnte der junge Händel jedoch ab und als er im Alter von 8 Jahren das erste mal vor dem Herzog von Sachsen-Weißenfels auf einer Orgel spielte war auch Händels Vater vom Talent seines Sohnes überzeugt und ermöglichte ihm eine Ausbildung als Musiker. Händel wurde im Jahre 1697 an den Königlichen Hof nach Berlin geschickt, wo er unterstützt von Kurfürst Friedrich III in Italien eine Ausbildung erhalten sollte. Sein Vater nahm das Angebot jedoch nicht an. 1702 ging Händel…

Den gesamten Artikel lesen…

Der Dieb und Spion Christian Andreas Käsebier

Bild: Der Dieb und Räuber Christian Andreas Käsebier im Berliner Gefängnis. Stich eines unbekannten Künstlers. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Letzte Änderung am 11. Dezember 2012 von Birk Karsten EckeKäsebier wurde im Jahre 1713 – nach anderen Angaben einige Jahre früher – als Sohn eines Schneiders in Halle an der Saale Fleischergasse und heutigen Mittelstraße Nr. 18 geboren. Wie zu damaliger Zeit üblich, erlernte auch er diesen Beruf, bevor er etwa zwanzigjährig auf die schiefe Bahn geriet und mit dem Glücksspiel begann. Bei seinem ersten großen Diebstahl im heute österreichischen Linz erbeutete er 600 Gulden, mit dieser Summe kehrte er wieder nach Halle zurück und eröffnete dort eine Pferdevermietung. Da ihm diese Arbeit aber auch nicht dauerhaft zusagte, begann er wieder mit seine Gaunereien. So bestahl er zum Beispiel in Dresden den schwedischen Botschafter, in Wien einen Arzt und einen…

Den gesamten Artikel lesen…

Jacob Christian Schäffer – Der Erfinder der Waschmaschine

Bild: Inschrift am Geburtshaus von Jacob Christian Schäffer am Kirchplan Nr. 7 in Querfurt.

Letzte Änderung am 11. Dezember 2012 von Birk Karsten EckeJacob Christian Schäffer war ein bedeutender Erfinder und Universalgenie des 18. Jahrhunderts. Trotz der vielen wissenschaftlichen Werke und praktischen Erfindungen, die er hinterlassen hat, ist er heute weitgehend unbekannt. Jacob Christian Schäffer wurde am 31. Mai 1718 in einem Haus am Kirchplan in der Altstadt von Querfurt geboren. Über seine Schulbildung ist nichts bekannt, sie dürfte jedoch eine für die damalige Zeit überdurchschnittlich gute gewesen sein. Schäffer studierte zwischen 1736 und 1738 evangelische Theologie in der nahen Universitätsstadt Halle an der Saale. Nach dem Studium war er als Hauslehrer in der Donaustadt Regensburg tätig, bevor zum zum Professor ohne Lehrstuhl berufen wurde. Erst im Jahre 1760 – Jacob Christian Schäffer war…

Den gesamten Artikel lesen…

Johann Wilhelm Ludwig Gleim

Bild: Ermsleben - heute Stadt Falkenstein im Harz - ist der Geburtsort des Dichters Johann Wilhelm Ludwig Gleim.

Letzte Änderung am 11. Dezember 2012 von Birk Karsten EckeJohann Wilhelm Ludwig Gleim war einer der bekanntesten Schriftsteller seiner Zeit. Er wurde am 2. April 1719 in Ermsleben – heute Stadt Falkenstein im Harz – geboren. Er studierte ab 1739 in Halle an der Saale Rechtswissenschaft. Gleim befasste sich bereits zu dieser Zeit literarischen und poetischen Studien. Im Jahre 1740 wurde Gleim Hauslehrer in Potsdam, wo er den Prinzen Wilhelm von Brandenburg-Schwedt – Mitglied einer Seitenlinie der Hohenzollern – kennenlernte. Der Prinz nahm nahm in bald als Privatsekretär in seine Dienste. Gleim begleitete den Prinzen im Jahre 1744 in den Zweiten Schlesischen Krieg. Während der Belagerung der Stadt Prag fiel allerdings der Prinz. Gleim fand daraufhin eine Anstellung bei Fürst Leopold…

Den gesamten Artikel lesen…

Friedrich Gottlob Klopstock

Bild: Der Schriftsteller Friedrich Gottlob Klopstock. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Letzte Änderung am 11. Dezember 2012 von Birk Karsten EckeFriedrich Gottlob Klopstock wurde am 2. Juli 1724 in Quedlinburg als ältestes von insgesamt 17 Kindern des fürstlichen Kommissionsrates Gottlieb Heinrich Klopstock und seiner Frau Anna Maria in der Domstadt Quedlinburg geboren. Sein Vater war in den Jahren 1732 bis 1736 Pächter der Herrschaft Friedeburg in der Grafschaft Mansfeld, wo der junge Friedrich zu dieser Zeit auch aufwuchs. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Quedlinburg kam er in die fürstliche Schule Schulpforte im heutigen Bad Kösen, wo er eine humanistische Schulbildung erhielt und seine ersten Versuche in der Dichtkunst startete.

Den gesamten Artikel lesen…

Gottfried August Bürger – Ein Literat aus Molmerswende im Unterharz

Bild: Büste des Dichters Gottfried August Bürger an der Dorfkirche von Molmerswende. © 2007 by Bert Ecke.

Letzte Änderung am 30. Dezember 2012 von Birk Karsten EckeGottfried August Bürger wurde am 31. Dezember 1747 in Molmerswende im Unterharz als Sohn des örtlichen Pastors geboren. Sein Vater war an der Bildung seines Sohnes nicht besonders interessiert und so war es der Großvater, der auf eine höhere Schulbildung bestand. Ab 1760 ging Bürger auf das Gymnasium STEPHANEUM von Aschersleben, wo er jedoch wegen einer Schlägerei der Schule verwiesen wurde. Ab 1764 studierte er in Halle an der Saale Theologie und ab 1768 in Göttingen Jura.

Den gesamten Artikel lesen…

Novalis – Georg Friedrich Philipp Freiherr von Hardenberg

Bild: Das Schloss der Familie von Hardenberg in Wiederstedt.

Letzte Änderung am 11. Dezember 2012 von Birk Karsten EckeGeorg Friedrich Philip Freiherr von Hardenberg wurde am 2. Mai 1772 im Schloss zu Wiederstedt bei Hettstedt im Mansfelder Land als Sohn des Großgrundbesitzers Heinrich Ulrich Erasmus von Hardenberg als zweites Kind von elf Kindern geboren. Friedrich von Hardenberg war als Kind besonders schwächlich und anfällig. Die Mutter, Auguste Bernhardine, verwöhnte ihn. Dennoch wuchs er in einem streng pietistisch geprägten Elternhaus auf1. Sein Vater zeigte erst Interesse am Sohn, als er dessen besonderen intellektuellen Fähigkeiten erkannte. Er nahm ihn mit auf Geschäftsreisen und ab 1783 verbrachte Friedrich von Hardenberg längere Zeit bei einem weltoffenen Onkel auf Schloss Luckum bei Helmstedt. Der Pietismus ist eine im 17. und 18. Jahrhundert entstandene religiöse…

Den gesamten Artikel lesen…

Friedrich Wilhelm Leopold Pfeil – Der Begründer der modernen Jagd- und Forstwirtschaft

- WALD VOR WILD -

Letzte Änderung am 11. Dezember 2012 von Birk Karsten EckeFriedrich Wilhelm Leopold Pfeil wurde am 28. März 1783 im kleinen Ort Rammelburg im Harz geboren. Sein Vater Johann Gottlob Benjamin Pfeil war der Justizamtmann und Generalbevollmächtigter der Familie von Friesen, seine Mutter Johanna, eine geborene Göcking, entstammte einer später geadelten preußischen Familie. Pfeil hatte noch sieben weitere Geschwister und sollte nach dem Willen seiner Eltern in die Fußstapfen seines Vaters treten und Rechtswissenschaften studieren. Für diese Zukunft wurde er bis zum Alter von 14 Jahren von einem Hauslehrer unterrichtet, bevor er Schüler des Ehrwürdigen STEPHANEUM GYMNASIUMS in Aschersleben wurde. Durch den frühen Tod seines Vaters im Jahre 1800 musste er aus finanziellen Gründen seine schulische Laufbahn abbrechen und trat im…

Den gesamten Artikel lesen…

Friedrich Koenig und der Druckmaschinenhersteller KOENIG & BAUER

Bild: Friedrich Koenig, der Erfinder der Buchdruckerschnellpresse. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Letzte Änderung am 10. Dezember 2012 von Birk Karsten EckeFriedrich Koenig wurde am 17. April 1774 in der Lutherstadt Eisleben geboren. Seine Eltern waren einfache Ackerbürger, die an der Viehweide, der heutigen Lindenallee, ansässig waren. Friedrich Koenig muss überdurchschnittlich begabt gewesen sein, denn trotz seiner Herkunft durfte er als Kind neben der Volksschule auch den Privatunterricht eines ortsansässigen Pfarrers besuchen. Danach wurde ihm, obwohl seine Familie nach dem frühen Tode seines Vaters in noch ärmlichere Verhältnisse geriet, der Besuch des Gymnasiums ermöglicht. Bei seiner Demission wurden dem jungen Koenig besondere Kenntnisse in Mechanik und Mathematik bescheinigt.

Den gesamten Artikel lesen…

Johann Ludwig Carl Zincken – Direktor, Ministerialrat und Mineraloge

Bild: Ruinen einer Hütte am Museum Carlswerk in Mägdesprung im Harz.

Letzte Änderung am 10. Dezember 2012 von Birk Karsten EckeJohann Ludwig Carl Zincken wurde am 13. Juni 1791 in Seesen am Harz geboren. Sein Vater war Hofrat am Hofe zu Braunschweig und Gerichtsschultheiss in Seesen1. Nach dem Besuch der Jacobsenschule in Seesen – einer israelitisch reformierten Schule, die von seinem Vater mitbegründet wurde – besuchte er das Gymnasium in Holzminden. Danach wurde er im Oberharz auf eine Laufbahn als berg- und hüttenmännischer Beamter vorbereitet. Weitere Stationen waren die Arbeit als HÜTTENELEVE und NIEDERER BEAMTER auf der Königshütte in Lauterberg sowie auf den Hütten in Wieda und Zorge und der Rotehütte bei Sorge – allesamt im Harz gelegene Eisenhütten. Vorher hatte er aber schon ein bewegtes Leben in verschiedenen Stellungen am braunschweigischen…

Den gesamten Artikel lesen…

Wilhelm August Julius Albert – Der Erfinder des Drahtseiles

Bild: Wilhelm August Julius Albert - der Erfinder des Drahtseiles. Die Schutzdauer für das von dieser Datei gezeigte Werk ist nach den Maßstäben des deutschen Urheberrechts vermutlich abgelaufen. Es ist daher vermutlich gemeinfrei.

Letzte Änderung am 12. Dezember 2012 von Wilhelm August Julius Albert wurde am 24. Januar 1787 als Sohn des Bürgermeisters in Hannover geboren. Im Jahre 1803 begann er in Göttingen ein Studium der Rechtswissenschaften und wechselte später ins Bergfach. 1806 fand er seine erste Anstellung als Auditor in den damals noch getrennten Harzstädtchen Clausthal und Zellerfeld im Harz. Nach verschiedenen Anstellungen unter anderen als Bergschreiber und als Ingenieur en Chef erhielt er 1817 den Titel eines Bergrates.

Den gesamten Artikel lesen…

Johann Gottfried Wilhelm Gangloff – Die Legende um einen Wilddieb

Bild: Gedenkstein in Sylda zum Andenken an den Wilddieb Johann Gottfried Gangloff.

Letzte Änderung am 22. November 2014 von WebmasterJohann Gottfried Wilhelm Gangloff wurde am 23. Mai 1794 in Hohlstedt in der Goldenen Aue geboren. Seine Eltern waren Weber, deshalb kann angenommen werden, dass er in Armut aufwuchs. Seine soziale Herkunft bedingte, dass auch Gangloff nur den Beruf des Webers erlernen konnte. Im Jahre 1817 heiratete er. Über seine Familie ist fast nichts bekannt, außer dass er vier Söhne und zwei Töchter hatte. Seit mindestens 1819 lebte er in Sylda1 im Mansfelder Land. Gangloffs ehemaliges Wohnhaus in Sylda ist heute nicht mehr zu besichtigen. Es wurde am 4. August 1981 abgerissen, als ein 140-Tonnen-Bagger von Hettstedt nach Nachterstedt verlegt werden musste. [↩]

Den gesamten Artikel lesen…

Johann Gottfried Boltze – Der erfolgreiche Unternehmer des 18. Jahrhunderts und sein Wirken für Salzmünde

Bild: Johann Gottfried Bolze und Ida Bertha Bolze, geborene Kamprad.

Letzte Änderung am 10. Dezember 2012 von Birk Karsten EckeDie Familie Boltze ist seit langer Zeit in der Gegend um Salzmünde im heutigen Saalekreis beheimatet. Hier wurde am 14. Januar 1802 Johann Gottfried Boltze geboren. Sein Vater, während des Militärdienstes bei einem Schießunfall im Alter von 22 Jahren völlig ertaubt und an der rechten Hand schwer verstümmelt, schenkte sich nichts. Durch harte Arbeit ermöglichte er trotz der Widrigkeiten der napoleonischen Zeit und der eigenen Behinderung seiner Familie als Bauer, Gastwirt und Braunkohlegrubenbesitzer einen bescheidenen Wohlstand und, was besonders wichtig war, seinen beiden Söhnen eine gute Ausbildung. Der junge Johann Gottfried Boltze wurde auf die hallesche Privatschule Knorr gegeben. Sein Vater konnte lediglich ein fünftel des Schulgeldes aufbringen. Den Rest schickte…

Den gesamten Artikel lesen…

Rudolf Christian Boettger – Erfinder und Universalgenie

Bild: Rudolf Christian Boettger.

Letzte Änderung am 10. Dezember 2012 von Birk Karsten EckeMit freundlicher Unterstützung von Herrn Wolfgang Siegemund Rudolf Christian Boettger wurde am 28. April 1806 als dritter Sohn des Oberküsters der St. Stephansgemeinde in Aschersleben geboren. Sein Geburtshaus ist unmittelbar neben der Kirche St. Stephani zu finden. Im Alter von 11 Jahren kam er als Zögling in die FRANKESCHEN STIFTUNGEN nach Halle an der Saale. Im Jahre 1824 begann er, dem Wunsch seines Vaters entsprechend, ein Studium der Theologie an der Universität in Halle. Während der Zeit seines Studiums beschäftigte er sich wie schon in seiner Kindheit umfangreich mit Naturwissenschaften. Im Herbst 1828 trat er eine Stelle als Hauslehrer in der Nähe von Mühlhausen in Thüringen an. Drei Jahre später, nach…

Den gesamten Artikel lesen…

Franz Wilhelm Junghuhn

Bild: Tafel zum Gedenken an Franz Wilhelm Junghuhn in Mansfeld.

Letzte Änderung am 10. Dezember 2012 von Birk Karsten EckeFranz Wilhelm Junghuhn wurde am 26.10.1809 in Mansfeld als erstes von 7 Kindern der Eheleute Wilhelm Friedrich Junghuhn und seiner Frau Christine Marie geboren. Junghuhn wurde nach seiner strengen Erziehung zum Medizinstudium gezwungen und begann es 1827 an der Universität in Halle an der Saale. Im Jahre 1834 examinierte er in Utrecht und trat am Anfang des Jahres 1835 in die Niederländische Armee ein und begab sich auf der JACOB CATS nach Batavia – jetzt Jakarta – im heutigen Indonesien.

Den gesamten Artikel lesen…

Christian Friedrich August Garcke und der Garckenstift in Bräunrode

Bild: Der Garckenstift in Bräunrode im Landkreis Mansfeld-Südharz.

Letzte Änderung am 10. Dezember 2012 von Birk Karsten EckeChristian Friedrich August Garcke wurde am 25. Oktober 1819 in Bräunrode im Mansfelder Land geboren. Als Sohn eines Oberförsters begann er im Jahre 1840 in Halle an der Saale Theologie zu studieren, begann aber nach bestandenem Staatsexamen sich mit Botanik zu befassen. Im Jahre 1851 zog er nach Berlin und war ab 1865 beim Königlichen Botanischen Institut angestellt. Zwei Jahre später wurde er Mitglied in der Prüfungskommission für Pharmazeuten und im Jahre 1871 wurde er zum außerordentlichen Professor für Heilpflanzenkunde ernannt. ­Garcke gab die verschiedensten Bücher zum Thema Flora heraus und galt als bedeutender Kenner der Materie. Noch zu Lebzeiten engagierte sich Garcke stark in sozialen Belangen, so verfügte er zum…

Den gesamten Artikel lesen…

Adolf Stoecker – Eine deutsche Karriere: Dorfpfarrer, Hofprediger, Politiker und Antisemit

Bild: Adolf Stoecker. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Letzte Änderung am 10. Dezember 2012 von Birk Karsten EckeAdolf Stoecker wurde am 11. Dezember 1835 in Halberstadt als zweites Kind eines Wachtmeisters und Schmiedes geboren. Er hatte drei Geschwister und wuchs in kleinbürgerlichen Verhältnissen in der Domstadt auf, konnte aber die Domschule in seiner Heimatstadt Halberstadt besuchen und das Abitur machen. Stoecker studierte danach bis1859 in Wittenberg und Berlin Theologie. Sein Studium schloss er mit dem Examen der Theologie und dem Oberlehrerexamen ab. Er arbeitete danach als Hauslehrer in Ostpreußen. 1862 unternahm er eine Reise nach Italien zum Vatikan.

Den gesamten Artikel lesen…

Fürst Otto zu Stolberg-Wernigerode

Bild: Fürst Otto zu Solberg-Wernigerode. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Letzte Änderung am 10. Dezember 2012 von Birk Karsten EckeOtto zu Stolberg-Wernigerode wurde am 30. Oktober 1837 in Gedern in Hessen geboren. Er studierte Jura und Verwaltungswissenschaften in Göttingen und Heidelberg. Danach diente er in der preußischen Armee. Bereits 30jährig übernahm er auf Empfehlung Bismarcks das Amt des Ersten Oberpräsidenten der neu ins Leben gerufenen Preußischen Provinz Hannover, das er bis 1873 innehatte. Ab 1867 hatte er einen Sitz im Norddeutschen Reichstag.

Den gesamten Artikel lesen…

Johann Karl Wilhelm Ferdinand Tiemann – Der Erfinder des Vanillin

Bild: Johann Karl Wilhelm Ferdinand Tiemann - Der Erfinder des Vanillin. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Letzte Änderung am 21. April 2018 von WebmasterJohann Karl Wilhelm Ferdinand Tiemann wurde am 10. Juni 1848 im kleinen, an dem Fluss Bode gelegenen Harzörtchen Rübeland geboren, welches zur damaligen Zeit zum Königreich Hannover gehörte. Nachdem Tiemann ab dem Jahre 1866 an der Braunschweiger Universität Pharmazie und Chemie studierte, promovierte er drei Jahre später und wurde an der Universität Berlin Assistent des bekannten Forschers Professor August Wilhelm von Hofmann. Kurze Zeit später promovierte Tiemann noch als externer Student an der Universität Göttingen.

Den gesamten Artikel lesen…

Felix Graf von Luckner – der SEETEUFEL

Bild: Die SEEADLER oder ehemalige PASS OF BAHAMA. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Letzte Änderung am 10. Dezember 2012 von Birk Karsten EckeFelix Graf Luckner wurde am 9. Juni 1881 in der Nähe von Dresden geboren. Er stammt somit zwar nicht aus dem unmittelbaren Harzgebiet, hatte aber trotzdem eine wichtige Bedeutung für die Stadt Halle an der Saale. Luckner wuchs bei seiner Großmutter in Halle auf und riss im Alter von 16 Jahren von dort aus, um zur See zu fahren. Zuerst heuerte er unter dem Pseudonym PHYLAX LÜDICKE auf einem russischen Segler an.

Den gesamten Artikel lesen…

Oswald Boelcke – eines der berühmtesten Fliegerasse des Ersten Welktrieges

Bild: Portrait des Jagdfliegers Oswald Boelcke. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Letzte Änderung am 13. Dezember 2012 von Oswald Boelcke war einer der berühmtesten Jagdflieger des Ersten Weltkrieges – und nach der Anzahl der abgeschossenen feindlichen Jagdflugzeuge zweifellos ein Fliegerass. Boelcke wurde am 19. Mai 1891 in Giebichenstein – heute ein Ortsteil von Halle an der Saale – als Sohn eines Gymnasialprofessors geboren. Boelcke wuchs in Dessau auf und trat 1911 als Fahnenjunker1 in das Telegraphen-Bataillon Nr. 3 ein, welches in Koblenz stationiert war. Der Fahnenjunker war und ist der niedrigste Unteroffiziersdienstgrad der deutschen Armee und wurde an Offiziersbewerber verliehen, die ein Abitur oder ein vergleichbares Abschlusszeugnis einer höheren Schule nachweisen konnten oder die Fähnrichprüfung erfolgreich abgeschlossen hatten. Diese betraf Kenntnisse der allgemeinschulischen Bildung und wurde mündlich und/oder schriftlich in den…

Den gesamten Artikel lesen…