Unsere besten Deutschen Obstsorten Band I: Äpfel – Ein gartenbauliches Lehrbuch von 1923 (V. Auflage) mit 47 Tafeln mit naturgetreuen Abbildungen nebst beschreibendem Text

Im Fundus unserer alten Bücher habe ich ein gartenbauliches Lehrbuch über die „besten Deutschen Obstsorten“ aus dem Jahre 1923 gefunden. Das Buch gehörte Friedrich „Fritz“ Ecke, einem Bruder meines Urgroßvaters väterlicherseits, der es – obwohl aus einfachen Verhältnissen stammend – bis zum Gartenbaudirektor in Leipzig brachte.

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Betriebsessen in der DDR in den Betrieben des VEB Mansfeld Kombinat Wilhelm Pieck und die „Woche der Gesunden Ernährung 1989“ im VEB Walzwerk Hettstedt

Bild: Deckblatt des Rezeptheftes "Woche der Gesunden Ernährung 1989" vom VEB Walzwerk Hettstedt.

Die Betriebe des VEB Mansfeld Kombinat Wilhelm Pieck haben Ihren Beschäftigten in den Kantinen neben einer Versorgung mit Bockwurst und belegten Brötchen in der Frühstückspause auch warme Mittagessen ausgegeben. Eine warme Mahlzeit gab es auch in Mittagschichten und den Nachtschichten, wenn in den Betrieben in Schichten gearbeitet wurde. Da in der Regel in der DDR auch Frauen ganztägig berufstätig waren, hatte das Mittagessen in den Betrieben einen besonderen Stellenwert. Abends wurde meist nicht zu Hause gekocht, auch aus Zeitgründen.

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Culinaria – Kulinarisches aus dem Harz und dem Harzvorland

Bild: Ein Kesselgulasch aus Wildfleisch schmort auf dem offenen Holzfeuer.

Sie werden sich vielleicht folgende Frage stellen: Gibt es die typische Küche des Harzes? Diese Frage ist einfach zu beantworten! Es gibt sie nicht! In historischer Zeit waren und sind es auch heute verfügbare Lebensmittel und Kochrezepte ein Spiegel der gesellschaftlichen Stellung und der vorhandenen Geldmittel. Der Bergmann aß anders als sein vorgesetzter Bergbeamte und ein Kleinbauer anders als ein Gutsbesitzer. Und mancher verarmte Adelige wird sich sicher die Mittagstafel eines Industriellen gewünscht haben. Mit der industriellen Revolution im 19. Jahrhundert hat es zunehmend exotische Früchte und Gewürze gegeben, was zweifellos auch die Küche breiter Bevölkerungsschichten beeinflusst hat. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Küche im Osten des Harzes wie überall in der untergegangenen DDR auch durch die sowjetischen Besatzer…

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Rezept: Geschmorter Ochsenschwanz mit Wurzelgemüse

Bild: Geschmorter Ochsenschwanz mit Wurzelgemüse.

Rindfleisch wurde im Norden Deutschlands traditionell eher als Suppenfleisch oder Kochfleisch – etwa mit einer Mehrretichsauce – zubereitet. Geschmort kam es selten auf den Tisch. Auch der Ochsenschwanz landete leider meist in einer Suppe. Geschmorter Ochsenschwanz mit Wurzelgemüse ist ein deftiges und rustikales Gericht. Wer sich vor der Zubereitung nicht scheut, wird ein unvergleichlich köstliches Essen auftischen, nach dem sich alle Fleischliebhaber garantiert die Finger lecken werden.

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Rezept: Hasenbraten mit Klößen und Rotkraut – Ein besonderes Wildgericht

Bild: Der Hasenbraten mit Semmelknödel, geschmortem Rotkraut und Rotkrautsalet.

Ein besonderes Wildgericht: Hasenbraten mit Klößen und Rotkraut – Das Rezept Hase hat ein besonderes Fleisch mit einem sehr intensiven Wildaroma. Leider sind in den letzten Jahren Hasen im Harz sehr selten geworden, so das dieses Gericht etwas wirklich besonderes ist. Hase ist immer ein Wildtier, da es unmöglich ist, ihn in Gefangenschaft zu halten. Sie sollten darauf achten, dass Sie den Hasen vom Jäger ihres Vertrauens beziehen. Er sollte nicht zu alt sein. Sie sollten außerdem darauf schauen, dass er nicht durch Schrotkörner und das anschließende Apportieren durch den Jagdhund zu arg in Mitleidenschaft gezogen ist.

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Rezept: Graupeneintopf mit Räucherrippe

Graupensuppe oder Graupeneintopf ist einfaches und traditionelles Gericht im Mansfelder Land. Er wird besonders in der kalten Jahreszeit gekocht, weil er sehr deftig ist. Dazu passt eine dick geschnittene Scheibe frisches Mischbrot. Die im Rezept angegebenen Mengen reichen für 4 starke Esser. In Tirol gibt es einen ähnlichen Eintopf unter dem Namen Gerstensuppe.

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Wiener mit Kartoffelsalat

Ein Rezept für den Heiligen Abend: Wiener Würstchen mit Kartoffelsalat nach Mutters Art Am 24. Dezember – dem Heiligen Abend – wird traditionell morgens der Weihnachtsbaum angeputzt. Zum Mittagessen gibt es dann immer Wiener Würstchen mit hausgemachtem Kartoffelsalat. Die Angaben im Rezept reichen gut für 4 starke Esser. Kartoffelsalat 1.5 kg festkochende Kartoffeln Gewürzgurken 1 Zwiebel Majonnaise Gurkenbrühe Mittelscharfen Senf zum Abschmecken Pfeffer, Salz, Essig, Senf, Schnittlauch, Paprikapulver, Chilipulver Wiener Würstchen 1 bis 2 Paar pro Person Zubereitung Kartoffeln mit Schale kochen und abkühlen lassen. Dann pellen und in Scheiben schneiden. Gurken und Zwiebeln in feine Würfel schneiden. Die Zwiebelwürfel in etwas Gurkensud aufkochen. Alle Zutaten eine Schüssel geben und Majonnaise sowie Senf hinzufügen. Würzen und gut durchmischen. Mit Gurkenbrühe…

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Hettstedt – Unterhaltsame Geschichten aus der Wipperstadt Hettstedt und dem Kupferberg

Bild: Der junge Bauer und seine Frau von Albrecht Dürer. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Der Ablassbrief von Hettstedt Im Jahre 1470 erwirkten zwei gottesfürchtige Frauen bei ihren – mit Sicherheit wohlhabenden – Ehemännern die Abfassung einer Botschaft an den Papst. Dort wurde ein Ablassbrief verfasst, der den Besuchern aller Gottesdienste und Feiern der drei Marienfeste annunciationis1, assumptionis2 und conceptionis3 jede Buße für 100 Tage nach jedem Fest und das zu erwartende Fegefeuer erlassen würde – soweit sie zusätzlich finanziell zum Erhalt der Kirche beisteuern. Der Ablassbrief wurde von hochrangigen Kirchenvertretern unterschrieben, unter anderem vom Erzbischof von Ravenna. Verkündigung des Herrn, 25. März. [↩]Mariä Aufnahme in den Himmel, 15. August. [↩]Unbefleckte Empfängnis, 8. Dezember. [↩]

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Hettstedt – Die Industrieruine Saigerhütte

Während der Wirren des in Mitteldeutschland so verheerend wütenden Dreißigjährigen Krieges erfuhr die Produktion von Kupfer und seinen Nebenprodukten einen deutlichen Niedergang. Nach 1631 wurde das Saigerverfahren in der Grafschaft Mansfeld nur noch auf der Katharinenhütte in Leimbach betrieben, so gering waren die zu verarbeitenden Kupfermengen. Nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges erholte sich die Kupferverarbeitung langsam, sodass ab 1685 die Kapazität der Katharinenhütte nicht mehr genügte. Die Platzverhältnisse ließen eine Erweiterung der Katharinenhütte nicht zu.

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Otto II. und Theophanu

Bild: Otto III., der Sohn und Erbe Ottos II. Dieses Bild steht unter der GNU Free Documentation Licence.

Otto II. war der Sohn Kaiser Ottos I. – jenes berühmten Mannes, der es schaffte, die fürchterlich wütenden Ungarn aus Mitteleuropa zu vertreiben. Im Alter von nur sechs Jahren wurde er 961 auf Wunsch seines Vaters in Aachen zum Deutschen König gekrönt. Otto I. begab sich in diesem Jahr nach Italien, da er nach der Kaiserwürde strebte. Die war aber nur durch einen Krieg zu erringen, und es war die Pflicht des Königs in erster Reihe zu kämpfen. Die Kämpfe waren hart, die Alpenüberquerung gefährlich und jede noch so kleine Verwundung konnte den Tod bedeuten. Kurzum, die Einsetzung seines Sohnes als Mitkönig sicherte wenigstens die Familienmacht. Sechs Jahre später ließ sein Vater ihn in Rom zum Mitkaiser krönen.

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Der Heilige Brun von Querfurt

Bilder: Die Burg zu Querfurt.

Brun von Querfurt, auch Bruno III. von Querfurt genannt, war der Sohn Brunos II. von Querfurt, einem der wichtigsten militärischen Berater Kaiser Ottos II. Brun von Querfurt wurde gegen 974 geboren. Da sein Bruder Gebhard I. die Herrschaft Querfurt erbte, blieb ihm die Laufbahn eines Geistlichen. Erst besuchte er die Domschule zu Magdeburg, deren Stiftsherr er dann wurde. Im Jahre 996 begleitete er Kaiser Otto III. auf seinen ersten Italienzug. Otto setzte dort einen Verwandten, der ebenfalls Brun hieß, als Papst Gregor V. ein. In Italien trat Brun von Querfurt in ein Kloster ein und wurde Mönch. Papst Gregor V. verfügte, dass Brun von Querfurt als Missionar die heidnischen Pruzzen bekehren sollte. 999 wurde Brun durch Papst Sylvester II., mit…

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Albrecht der Bär – Der Begründer der Deutschen Ostexpansion

Bild: Grabmahl Albrechts des Bären im Schloss zu Ballenstedt. Das Grabmahl wurde 1938 durch den Architekten Paul Schulze-Naumburg umgebaut. Markgraf Albrecht galt als Vorreiter der Ostpolitik des Tausendjährigen Reiches.

Albrecht der Bär wurde um das Jahr 1100 geboren. Sein Vater war Graf Otto von Ballenstedt, seine Mutter Eilika von Billung1. Über Albrechts Beinamen DER BÄR gibt es heute mehrere Erklärungsversuche. Einer Überlieferung nach wurde Albrecht in Bernburg an der Saale, der Burg des Bären, geboren. Einer anderen Überlieferung nach bekam er den Beinamen als Gegenpol zu Heinrich dem Löwen. Einer der mächtigsten Zeitgenossen Albrechts war Lothar von Supplinburg, Herzog von Sachsen und späterer deutscher König und Kaiser. Albrecht der Bär wurde 1125 durch Herzog Lothar als Markgrafen der Lausitz eingesetzt. Die Billunger hatten bis 1106 die sächsische Herzogswürde inne. Beim Tode von Eilikas Vater, Magnus von Billungen, war kein männlicher Erbe da und das Geschlecht starb aus. [↩]

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Eike von Repgow – Der Verfasser des Sachsenspiegel

Bild: Die Burg Falkenstein im Unterharz gilt als der Ort, an dem Eike von Repgow den Sachsenspiegel verfasst hat.

Eike von Repgow ist um das Jahr 1180 in Reppichau (heute Landkreis Anhalt-Bitterfeld) geboren, wann genau, ist heute nicht mehr herauszufinden. Leider ist über den Lebensweg des Eike von Repgow so gut wie nichts bekannt. Sein Vater und auch schon sein Großvater haben zur Besatzung der Burg Giebichenstein, in Halle an der Saale gelegen, gehört. Sicher war die Familie Eikes begütert. Eike von Repgow hat für damalige Verhältnisse eine außerordentlich gute Ausbildung genossen.

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Heinrich von Morungen – Ein berühmter Minnesänger des Hochmittelalter

Bild: Heinrich von Morungen in einer Abbildung des CODEX MANESSE. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Heinrich von Morungen ist eine der großen Persönlichen des Hochmittelalters. Obwohl er einer berühmtesten Minnesänger seiner Zeit war – heute würde man ihn zweifellos mit einem Popstar vergleichen – liegt von seinem Lebenslauf sehr viel im Dunkel der Geschichte. In der Zeit um 1160 oder nur wenige Jahre früher wurde Heinrich von Morungen geboren. Als Geburtsort kommt die Alte Burg in Morungen bei Sangerhausen in Frage1. Seine Vorfahren gehörten dem niederen Adel an und hatten Verbindungen zum Kloster Walkenried und dem Stift Kaltenborn2. In der Umgebung des Dorfes Morungen gibt es zwei Burgruinen – die Alte Burg und die Neue Burg. An der Burgruine Neu-Morungen wurde 1925 vom Harzverein eine Tafel mit einem Hinweis auf den Geburtsort des Heinrich von…

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Albrecht VII. von Mansfeld

Bild: Albrecht VII. von Mansfeld-Hinterort. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Albrecht wurde am 18. Juni 1480 als vierter Sohn des Grafen Ernst I. von Mansfeld und der Gräfin Margaretha von Mansfeld1 in Leipzig geboren. Bereits im Alter von sieben Jahren übernahm er – zumindest pro forma – die Regierungsgeschäfte, weil sein Vater gestorben war. Albrecht VII. war einer der wichtigsten Vertreter der Grafen von Mansfeld in der Reformationszeit – allerdings nicht immer nur im positiven Sinne. Um 1500 gründete Graf Albrecht die Eislebener Neustadt als Bergarbeitersiedlung. Die Neustadt wurde von Albrecht mit einer Kirche und einem Kloster ausgestattet. Im Jahre 1511 ließ er auf dem Schlossberg von Mansfeld zusätzlich zu den schon vorhandenen Schlössern Vorder- und Mittelort das Schloss Hinterort bauen. Margaretha von Mansfeld war die Tochter des Grafen Gebhard…

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Martin Luther – Reformator und Bibelübersetzer

Bild: Luther vor Karl V. auf dem Reichstag zu Worms 1521. Wandgemälde (um 1880) von Hermann Wislicenus in der Kaiserpfalz Goslar. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Der wohl berühmteste Sohn des Mansfelder Landes, Martin Luther, wurde am 10. November 1483 in Eisleben geboren. Später erfolgte eine Übersiedelung der Familie Luther nach Mansfeld. Sein Vater, Hans Luder1, brachte es bis zum Ratsmitglied der Stadt Mansfeld. Dadurch kreditwürdig geworden, konnte er einige Hütten in der Bergbauregion pachten. Im Laufe der Zeit und gefördert durch günstige wirtschaftliche Umstände konnte Hans Luther immerhin 10 Prozent der damaligen Jahresproduktion an Mansfelder Kupfer erzeugen, das entsprach etwa 100 Tonnen Kupfer und 600 Kilogramm Silber mit einem Materialwert von etwa 39000 Gulden. Luthers Vater war also nach heutigen Begriffen ein außerordentlich erfolgreicher mittelständischer Unternehmer. Er hätte es deshalb auch gern gesehen, wenn sein Sohn ebenfalls Hüttenmeister geworden wäre. Der Name Luther wurde erst…

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Thomas Müntzer – Der charismatische Führer des Bauernkrieges in Mitteldeutschland

Bild: Detailausschnitt vom Denkmal für Thomas Müntzer in der Harzstadt Stolberg. Foto © 2011 by Bert Ecke.

Thomas Müntzer wurde etwa 1490 in Stolberg im Harz geboren. Seine Eltern dürften nicht unvermögend gewesen sein. Von 1506 bis 1512 studierte er Theologie in Leipzig und Frankfurt an der Oder. Ab 1514 hatte er mehrere Pfarrstellen, unter anderem in Braunschweig. 1516 und einen Teil des Jahres 1517 war er Propst an der Stiftskirche Frose. Noch im gleichen Jahr war Müntzer an der Universität Wittenberg eingeschrieben, an der er bis 1518 studierte. Hier hatte er wahrscheinlich Kontakt zu Martin Luther und anderen zeitgenössischen Persönlichkeiten.

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Wolfgang von Anhalt-Köthen

Bild: Wolfgang von Anhalt-Köthen.

Wolfgang von Anhalt-Köthen ist ein weiterer wichtiger Vertreter der Fürsten von Anhalt, der sich mit seiner ganzen Kraft für die Reformation einsetzte. Als Zeitgenosse des Grafen Albrecht VII. von Mansfeld-Hinterort hat auch er die Ächtung und den zeitweisen Verlust seiner Güter hinnehmen müssen.  Wolfgang von Anhalt-Köthen wurde am 01.08.1492 in Köthen geboren. Sein Vater war Fürst Waldemar VI. von Anhalt und seine Mutter Margarete von Schwarzburg. Sein Vater setzte ihn 1507 als Vogt über die Reichsabtei Gernrode ein, um ihn auf seine zukünftige Aufgabe als Fürst vorzubereiten. 1508 starb Waldemar VI. und Wolfgang übernahm die Regierungsgeschäfte im Köthener Anteil des anhaltinischen Landes. Damit hatte er die Macht über die Ländereien um Coswig, einen Teil von Zerbst, Bernburg, Köthen, Sandersleben, Ballenstedt…

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Johannes Agricola Eisleben – Reformator und Oberhofprediger

Bild: Die Kirche St. Nikolai zu Eisleben. Hier wirkte Johannes Agricola als Pfarrer.

Johannes Agricola wurde am 20. April 1492 in Eisleben geboren. Sein Vater nannte sich Albrecht Schnitter und war von Beruf Schneider. Der Nachname Agricola leitet sich aus dem lateinischen Wort Bauer ab. Weitere Rufnamen des Johannes Agricola waren Johann Schneider, Johannes Eisleben, Magister Islebius oder Hans Bauer. Agricola genoss eine für seine Zeit ausgezeichnete Schulbildung. Zuerst besuchte er das Martino-Katharineum in Braunschweig und 1506 ging er an eine Schule in Leipzig, wo er im Jahre 1509 an der Universität ein Studium begann. Nach dem Baccalaureat1 ging er zurück nach Braunschweig und arbeitete als Lehrer. Der Baccalaureus – heute Bachelor – ist der erste akademische Grad. [↩]

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Cyriacus Spangenberg – Der Chronist der Grafen von Mansfeld und sein tragisches Schicksal

Bild: Die Kirche St. Andreas in Eisleben. Aufnahme aus dem Jahr 2009 von Birk Karsten Ecke.

Cyriacus Spangenberg wurde am 7. Juni 1528 in Nordhausen als ältester Sohn des Johann Spangenberg geboren1. Johann Spangenberg war der erste protestantische Prediger an der Kirche St. Blasii zu Nordhausen und mit Martin Luther und Philipp Melanchthon befreundet. Er war einer der Vorreiter der Reformation in Mitteldeutschland. Durch Einflussnahme Martin Luthers bei den Grafen von Mansfeld wurde Johann Spangenberg im Jahre 1546 Generalsuperintendent in der Bergbaustadt Eisleben. Cyriacus Spangenberg muss eine sehr gute Auffassungsgabe gehabt haben, denn bereits im Februar 1542 – er war zu diesem Zeitpunkt nicht einmal vierzehn Jahre alt – konnte er sich an der damals sehr renommierten Universität Wittenberg als Student einschreiben. Zweifellos halfen ihm dabei auch die Beziehungen seines Vaters zu Martin Luther und Philipp…

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August Hermann Francke und die Franckeschen Stiftungen in Halle an der Saale

Bild: Das ehemalige Waisenhaus der Franckeschen Stiftungen in Halle an der Saale. Bild: © 2012 by Bert Ecke.

August Hermann Francke wurde am 22. März 1663 in Lübeck geboren. Er war einer der bekanntesten Vertreter des Pietismus in Mitteldeutschland. Sein Vater Johann Francke war Jurist und seine Mutter Anna Francke entstammte einer Patrizierfamilie. Im Jahre 1666 zog die Familie nach Gotha und Francke und besuchte dort 1676 für ein Jahr das Gymnasium. Die restliche Zeit wurde er privat unterrichtet. 1679 schrieb er sich als Student der Philosophie an der Universität zu Erfurt ein, wechselte er bald zum Studium der Theologie an die Universität Kiel. Francke kam damit in den Genuss eines von einem Onkel mütterlicherseits – er war Pastor – gestiftetes Stipendium. Francke muss zu dieser Zeit recht ruhelos gewesen sein, denn bereits 1882 ging er für kurze…

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Jacob Christian Schäffer – Der Erfinder der Waschmaschine

Bild: Inschrift am Geburtshaus von Jacob Christian Schäffer am Kirchplan Nr. 7 in Querfurt.

Jacob Christian Schäffer war ein bedeutender Erfinder und Universalgenie des 18. Jahrhunderts. Trotz der vielen wissenschaftlichen Werke und praktischen Erfindungen, die er hinterlassen hat, ist er heute weitgehend unbekannt. Jacob Christian Schäffer wurde am 31. Mai 1718 in einem Haus am Kirchplan in der Altstadt von Querfurt geboren. Über seine Schulbildung ist nichts bekannt, sie dürfte jedoch eine für die damalige Zeit überdurchschnittlich gute gewesen sein. Schäffer studierte zwischen 1736 und 1738 evangelische Theologie in der nahen Universitätsstadt Halle an der Saale. Nach dem Studium war er als Hauslehrer in der Donaustadt Regensburg tätig, bevor zum zum Professor ohne Lehrstuhl berufen wurde. Erst im Jahre 1760 – Jacob Christian Schäffer war bereits 42 Jahre alt – wurde ihm in Wittenberg…

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Johann Wilhelm Ludwig Gleim

Bild: Ermsleben - heute Stadt Falkenstein im Harz - ist der Geburtsort des Dichters Johann Wilhelm Ludwig Gleim.

Johann Wilhelm Ludwig Gleim war einer der bekanntesten Schriftsteller seiner Zeit. Er wurde am 2. April 1719 in Ermsleben – heute Stadt Falkenstein im Harz – geboren. Er studierte ab 1739 in Halle an der Saale Rechtswissenschaft. Gleim befasste sich bereits zu dieser Zeit literarischen und poetischen Studien. Im Jahre 1740 wurde Gleim Hauslehrer in Potsdam, wo er den Prinzen Wilhelm von Brandenburg-Schwedt – Mitglied einer Seitenlinie der Hohenzollern – kennenlernte. Der Prinz nahm nahm in bald als Privatsekretär in seine Dienste. Gleim begleitete den Prinzen im Jahre 1744 in den Zweiten Schlesischen Krieg. Während der Belagerung der Stadt Prag fiel allerdings der Prinz. Gleim fand daraufhin eine Anstellung bei Fürst Leopold I. von Anhalt-Dessau – dem noch heute legendären ALTEN…

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Gottfried August Bürger – Ein Literat aus Molmerswende im Unterharz

Bild: Büste des Dichters Gottfried August Bürger an der Dorfkirche von Molmerswende. © 2007 by Bert Ecke.

Gottfried August Bürger wurde am 31. Dezember 1747 in Molmerswende im Unterharz als Sohn des örtlichen Pastors geboren. Sein Vater war an der Bildung seines Sohnes nicht besonders interessiert und so war es der Großvater, der auf eine höhere Schulbildung bestand. Ab 1760 ging Bürger auf das Gymnasium STEPHANEUM von Aschersleben, wo er jedoch wegen einer Schlägerei der Schule verwiesen wurde. Ab 1764 studierte er in Halle an der Saale Theologie und ab 1768 in Göttingen Jura.

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Novalis – Georg Friedrich Philipp Freiherr von Hardenberg

Bild: Das Schloss der Familie von Hardenberg in Wiederstedt.

Georg Friedrich Philip Freiherr von Hardenberg wurde am 2. Mai 1772 im Schloss zu Wiederstedt bei Hettstedt im Mansfelder Land als Sohn des Großgrundbesitzers Heinrich Ulrich Erasmus von Hardenberg als zweites Kind von elf Kindern geboren. Friedrich von Hardenberg war als Kind besonders schwächlich und anfällig. Die Mutter, Auguste Bernhardine, verwöhnte ihn. Dennoch wuchs er in einem streng pietistisch geprägten Elternhaus auf1. Sein Vater zeigte erst Interesse am Sohn, als er dessen besonderen intellektuellen Fähigkeiten erkannte. Er nahm ihn mit auf Geschäftsreisen und ab 1783 verbrachte Friedrich von Hardenberg längere Zeit bei einem weltoffenen Onkel auf Schloss Luckum bei Helmstedt. Der Pietismus ist eine im 17. und 18. Jahrhundert entstandene religiöse Bewegung des deutschen Protestantismus, in deren Mittelpunkt die persönliche…

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