Gernrode am Harz – Die Stiftskirche St. Cyriacus

Bild: Impressionen von der Stiftskirche St. Cyriacus zu Gernrode.

Bereits vor dem Jahr 960 unserer Zeitrechnung trug sich Markgraf Gero mit dem Gedanken, ein Stift für Damen hochadeliger Herkunft zu gründen. Um diese Zeit war die Harzregion wirtschaftlich und politisch die bedeutendste Region Deutschlands geworden. Markgraf Gero muss ein außerordentlich frommer Mensch gewesen sein, denn er ließ auch Kirchen im nicht weit entfernten Frose und in Magdeburg gründen. Außerdem ließ er Seelenmessen für sich und seine Angehörigen in St. Gallen lesen. Mit dem Bau der Kirche wurde möglicherweise schon vor 959 begonnen. Als Bauplatz diente die so genannte Geroburg, eine auf einem Hügel liegende Befestigungsanlage. Der erste Schirmherr des Klosters wurde König Otto I., der die Kirche als Element seiner Machtsicherung sah1. Damit wurde das Stift im Jahre 961…

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Stapelburg bei Ilsenburg – Die Ruine Stapelburg

Bild: Die Ruine der Burg Stapelburg.

Die Burgruine Stapelburg liegt auf einer einzelnen Anhöhe in unmittelbarer Nähe des gleichnamigen Ortes im Landkreis Harz. Die Burg wurde Anfang des 14. Jahrhunderts durch die Grafen von Wernigerode als Schutzburg für die Handels- und Heerstraßen des nördlichen Harzvorlandes gegründet. 1394 wurde die Burg an die Bischöfe von Halberstadt verkauft, die sie ihrerseits wieder an die Grafen von Wernigerode verpfändeten. Danach wechselte das Pfand bis zum Ende des 16. Jahrhunderts häufig den Besitzer. Unter anderem wurde die Stapelburg durch die Grafen von Stolberg und die Grafen von Schwarzburg genutzt. 1596 wurde die Burg an die Familie von Münchhausen verkauft. 1625 kaufte das Halberstädter Domkapitel die Burg zurück. Zeitweise befand sich die Stapelburg danach im Besitz der Familie von der Asseburg.…

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Tilleda – Die ehemalige Königspfalz am Kyffhäuser

Bild: Blick von der Königspfalz zu Tilleda auf das Kyffhäuser-Denkmal.

Tilleda, gelegen in einer fruchtbaren Aue am Fuße der Nordostflanke des romantischen Kyffhäusergebirges, ist zweifelsfrei ein sehr alter Ort. Der Name weist auf eine germanische Ansiedlung aus der Mitte des ersten Jahrtausends nach Christi hin. Seine erste Erwähnung fand Tilleda als karolingisches Königsgut im Hersfelder Zehntverzeichnis vom Ende des 9. Jahrhunderts als Dullede.

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Stecklenberg im Harz – Die Burgruine Stecklenburg

Bild: Impressionen von der Burgruine Stecklenburg bei Stecklenberg im Harz.

Hoch über dem kleinen Ort Stecklenberg unweit Gernrode am Nordrand des Unterharzes steht die Ruine der alten Stecklenburg. Im Jahre 1129 wurde erstmals ein Gero de Steckeleberge urkundlich erwähnt, allerdings ohne Nennung der Burganlage. Da sich die Adeligen jener Zeit üblicherweise nach ihren Burgen zu nennen pflegten, ist aber anzunehmen, dass um diese Zeit bereits eine Burganlage an der jetzigen Stelle bestanden hat. Während der kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Heinrich dem Löwen und Friedrich Barbarossa wurde die Stecklenburg zerstört1. 1181 wurde der Name Stecklenburg als CASTRUM STECKELENBORK erstmals erwähnt. In diesem Jahr ging die Stecklenburg in das Eigentum des Stiftes Halberstadt über. Die Bischöfe von Halberstadt ließen die Burg umgehend wieder aufbauen. Etwa 20 Gehminuten von der Ruine der Stecklenburg entfernt…

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Blankenburg am Harz – Die Burgruine Regenstein

Bild: Das Alte Schloss Reinstein oder Regenstein. Stich von Matthäus Merian aus den Jahren 1654/1658. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Auf einem weithin sichtbaren exponierten Sandsteinrücken in den Nähe der Stadt Blankenburg im Nordharz befinden sich die Reste einer in den Fels gehauenen Burg- und Festungsanlage, der Regenstein. Eine erste Nutzung des Berges als Burganlage geht bis in das 11. Jahrhundert zurück. 1197 nennt sich ein Graf Konrad I. erstmals nach dem Regenstein und begründet so das Geschlecht der Regensteiner. In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts wurde der Regenstein baulich stark erweitert. Die Burg hatte danach eine Ausdehnung von 17500 Quadratmetern. Im 14. Jahrhundert hatten die Grafen von Regenstein beherrschende territoriale Machtposition im Nordharz. Durch permanente Fehden mit dem Halberstädter Bistum kam es jedoch schnell zum Ruin des Regensteiner Grafengeschlechts.

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Schloss Wernigerode im Harz – von der Ritterburg zur fürstlichen Residenz

Hier, an der steil abfallenden Nordflanke des Harzes, ließ Graf Adalbert zu Haimar im ersten Drittel des 12. Jahrhunderts eine wehrhafte Höhenburg errichten. Erstmals wurde ein castrum zu Wernigerode im Jahre 1113 urkundlich genannt. Jener Graf Adalbert besaß eine kleine Grafschaft in der Nähe von Hildesheim. Wahrscheinlich wurde er unter Heinrich V. – wie andere loyale Adlige auch – im Harz mit Ländereien belehnt, um die kaiserliche Zentralgewalt zu sichern. Dadurch waren die Grafen von Wernigerode Reichsunmittelbare, damit nur dem Kaiser lehenspflichtig und mit Vorrechten, wie dem Münzrecht und der Gerichtsbarkeit, ausgestattet. 1268 schlossen die Grafen von Wernigerode einen Lehensvertrag mit Brandenburg ab, da mit dem Tode Friedrichs II. im Jahre 1250 die Zentralgewalt in Deutschland zu zerfallen begann. Mit…

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Blankenburg am Harz – Das Große Schloss und Kronprinzessin Viktoria Luise von Preußen

Bild: Impressionen vom Großen Schloss zu Blankenburg im Harz.

Das Große Schloss liegt auf dem Berg Blankenstein hoch über der beschaulichen Fachwerkstadt Blankenburg an der Nordabdachung des Harzes. Die Geschichte des Großen Schlosses und seiner Vorgängerburg ist eng mit der des Ortes Blankenburg am Harz verbunden. In der Zeit zwischen dem 18. und 20. Jahrhundert wurde auf dem Großen Schloss zu Blankenburg nicht selten auch der Grundstein zu europäischer Politik gelegt. Ort und Burg Blankenburg wurden erstmals im Jahre 1123 – nach anderen Quellen 1128 – urkundlich erwähnt.

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Stolberg im Harz- Das Josephskreuz auf dem Auerberg

Bild: Das Josephskreuz auf dem Auerberg bei Stolberg im Harz. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Der Auerberg bei Stolberg – der URBERG der frühen Siedler im Harz – erhebt sich fast 580 Meter über den Meeresspiegel. Für den Unterharz ist dies eine beträchtliche Höhe und so ist der Auerberg auch der Blickpunkt im Unterharz. Die exponierte Lage des Porhyrberges macht ihn für Beobachtungszwecke besonders geeignet. Aber erst aus dem 17. Jahrhundert ist ein Turm bekannt. Vielleicht war es ja der Aberglaube der Harzbewohner, der eine frühere Bebauung verhindert hat. Immerhin rastete – so der Volksglaube – die Wilde Jagd auf dem Berg. Tatsache ist, dass der Gipfel häufig von Orkanen und Unwettern heimgesucht wurde und wird.

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Quedlinburg – Die Bicklingswarte

Bild: An der Bicklingswarte bei Quedlinburg.

Für eine kurze Zeit war der Harz im Hochmittelalter unter den Ottonen der Mittelpunkt des Deutschen Reiches und Quedlinburg am Nordrand des Harzes seine Hauptstadt. Die Stadt konnte sich noch für einige Jahrhunderte ihren Stolz bewahren. Ihre Wehrhaftigkeit sicherte sich Quedlinburg durch eine Stadtmauer und einige vorgelagerte Warten. Diese Warten – im Mittelalter wurden bis zu elf gezählt – standen auf exponierten Geländepunkten rings um die Stadt. Sie boten den Ackerbürgern bei der Feldarbeit Schutz vor plötzlichen Überfällen. Ihre weitere Funktion bestand darin, die Stadt vor Angreifern zu warnen.

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Wolfsberg im Harz – Das Wolfsdenkmal

Bild: Wirklich ein Wolf - oder doch eher ein Löwe? Detailansicht vom Wolfsdenkmal bei Wolfsberg im Harz.

In der Nähe der Orte Wolfsberg und Breitenbach im Unterharz befindet sich inmitten der ausgedehnten Forsten das Wolfsdenkmal. An dieser Stelle soll im Jahre 1724 der letzte Wolf des Harzes während einer Jagd erlegt worden sein. Das Denkmal besticht nicht durch eine besondere künstlerische Gestaltung. Dennoch lohnt eine Wanderung zu diesem Denkmal durch die schönen Wälder des Unterharzes. Vom Dorf Wolfsberg im Harz mit seiner interessanten Kirche aus sind es etwa 6 Kilometer und der Wanderweg ist gut ausgeschildert.

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Die Teufelsmauer am Nordrand des Harzes

Bild: Blick von Schloss Ballenstedt auf die Teufelsmauer. Die Gegensteine bei Asmusstedt.

Die so genannte Teufelsmauer zieht sich über viele Kilometer an der Nordostabdachung des Harzes entlang. Die Teufelsmauer besteht aus Sandstein, der teilweise verkieselt ist. Dieser Sandstein wurde vor etwa 100 Millionen Jahren im Zeitalter der Oberkreide auf dem damaligen Meeresgrund abgelagert. Am Ende der Kreidezeit und im Tertär wurde der Sandstein gemeinsam mit dem Harz gehoben und bildete im Laufe der Zeit die heute vorhandene Schichtrippenanordnung mit steilen Flanken.

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Stolberg – Die historische Fachwerkstadt im Harz

Bild: Wie in vergangenen Tagen. Ein IFA F8 in den Gassen von Stolberg im Harz.

Lassen Sie sich zu einem Spaziergang durch die historische Fachwerkstadt Stolberg im Harz einladen. Die von hohen Bergen umgebene gelegene Stadt hat eine lange Tradition. Bereits vor dem Jahre 1300 bekam Stolberg das Stadtrecht verliehen. Der Bergbau war im Mittelalter – wie so oft im Harz – die Lebensader des romantischen Städtchens. Mit dem Niedergang des Bergbaues wurde die Leineweberei im 17. Jahrhundert eine der Haupterwerbsquellen Stolbergs. Heute lebt die Stadt – wie könnte es bei der landschaftlichen Schönheit des Harzes und der historischen Fachwerkarchitektur auch anders sein – vor allem vom Tourismus.

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