Greifenhagen – Die Sühnekreuze oder Kreuzsteine

Bild: Sühnekreuze von Greifenhagen. Alter Standort an der nördlichen Mauer des Friedhofes von Greifenhagen.

„Unweit Greifenhagen im Mansfelder Gebirgskreise stehen an der Klausstraße und dem Unterdorfer Kirchwege zwei alte, ziemlich große steinerne Kreuze ohne Figuren. Hier sollen voralters ein paar Mädchen, die zusammen ins Feld gegangen sind, mit ihren Sicheln einander ermordet haben.“ So schrieb der Heimatforscher Prof. Hermann Größler gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Mit der Beschreibung des Standortes der Kreuzsteine oder Steinkreuze irrte sich Größler allerdings. Sie standen nämlich nicht an der Klausstraße, sondern an der Kohlenstraße. Und zwar dort, wo heute die Straße von Greifenhagen nach Saurasen die Abkürzung zur Klausstraße kreuzt, etwa 300 Meter ortsauswärts Richtung Saurasen.

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Aschersleben – Die Speckseite oder der Speckstein

Bild: Die Speckseite oder Speckstein von Aschersleben ist ein jungsteinzeitlicher Menhir.

Am Ortsausgang der alten Stadt Aschersleben befindet sich auf einer Anhöhe ein Menhir – die Speckseite oder Speckstein. Wäre nicht an der Straße nach Groß-Schierstedt eine Hinweistafel auf diesen jungsteinzeitlichen oder bronzezeitlichen Menhir, würde er kaum auffindbar sein. Der Stein hat eine sichtbare Höhe von etwa 1 Meter. Es war früher Brauch, dass fahrende Handwerksgesellen Nägel in den Stein trieben.

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Wieserode – Die Dorfkirche

Bild: Die Dorfkirche zu Wieserode im Harz.

Das verträumte Dorf Wieserode – unweit der Burg Falkenstein – im Mansfelder Bergland beziehungsweise Unterharz gelegen, hat eine besonders sehenswerte Kirche. Über das Alter dieses Kleinods ist nichts bekannt, wenn auch in einem Horizontalbalken des Fachwerkes am Turm die Jahreszahl 1617 eingraviert ist. An der Ostseite befindet sich noch ein Grabstein aus historischer Zeit, dessen Inschrift allerdings gänzlich unleserlich ist.

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Wimmelburg – Das ehemalige Kloster St. Cyriacus der Grafen von Mansfeld

Bild: Impressionen vom ehemaligen Kloster Wimmelburg.

In Wimmelburg sind gegenüber des modernen Einkaufsmarktes die Reste einer sehr alten Klosteranlage zu sehen. Mit diesen Resten hat es folgende Bewandtnis. Einst befand sich auf dem Friedrichsberg – das ist die nördlich des Ortes gelegene Anhöhe – eine Burg. Die Burg muss bereits sehr früh gegründet worden sein, denn Urkunden belegen den Tod eines Pfalzgrafen Siegfried von Sachsen im Jahre 1034. Nur kurze Zeit später wurde die Burg durch die Gräfin Christina von Mansfeld – sie war vermutlich die Schwester des Pfalzgrafen Siegfried und die Frau des Grafen Hoyer I. von Mansfeld – in ein Kloster umgewidmet.

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Thale – Das Kloster und Kanonissenstift sowie spätere Klostergut Wendhusen

Bild: Im Klostergut Wendhusen in Thale.

Das Kloster Wendhusen wurde im Jahre 825 von einer Gisla oder Gisela gegründet. Sie war die Tochter des sächsischen Adeligen Hessi, der sich 775 Karl dem Großen unterwarf und später nach seinem Übertritt zum Christentum als Gaugraf eingesetzt wurde1. Mutterkloster war das Stift Herford, das noch etwas älter ist. Die Witwe des ersten deutschen Königs Heinrich I., die Heilige Mathilde, versuchte im Jahre 936 das Kloster Wendhusen vollständig nach Quedlinburg zu verlegen. Das scheiterte jedoch am Widerstand der Stiftsdamen und der Äbtissin. Karl der Große oder Carolus Magnus führte in Jahren zwischen 772 und 805 ausgedehnte Kriege gegen die Sachsen. Die Sachsen hielten an germanischen Traditionen fest, waren nicht christianisiert und pflegten gelegentliche Raubzüge in fränkisches Territorium. Ob Karl der…

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Unterfarnstädt bei Querfurt – Die Dorfkirche im Tudorstil

Bild: Impressionen von der Kirche zu Unterfarnstädt.

Unterfarnstädt geht heute fast nahtlos in Oberfarnstädt über und bildet mit ihm die Gemeinde Farnstädt, die zum Landkreis Saalekreis gehört. Der Ortsteil Unterfarnstädt hat eine durchaus bemerkenswerte Kirche, die allein ihres Baustiles wegen unsere Beachtung finden sollte. Die Kirche wurde zwischen 1840 und 1844 nach den Plänen des Generals Hindorf erbaut. Der General war der Sohn eines früheren Pfarrers von Farnstädt. Die Kirche wirkt ganz anders als alle anderen Kirchen in Deutschland, da sie dem Stil der englischen Tudorgotik nachempfunden ist. Die Inspiration zum Bau der Kirche in genau diesem Baustil fand der General während eines Aufenthalts in Schottland. Das äußere der Kirche zieht den Betrachter sofort in ihren Bann.

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mons etherus – mons serenus – Der Petersberg bei Halle an der Saale – Ein Berg im Wandel der Zeit mit Kloster und Stiftskirche

Das Quarzporphyrmassiv des Petersberges bei Halle an der Saale erhebt sich als weithin sichtbares Wahrzeichen aus der ihn umgebenden – im Süden und Westen wellig-hügeligen, im Norden und Osten aber weitgehend flachen – Landschaft. Die Kuppe des Petersberges liegt etwa 250 Meter über dem Meeresspiegel. Im Hochmittelalter wurde der Berg zuerst mons etherus – Luchtberg – und dann mons serenus – Lauterberg – genannt. Die Bezeichnung Petersberg kam erst im 12. Jahrhundert auf, als der Berg nach der dem heiligen Petrus geweihten Stiftskirche auf seiner Kuppe benannt wurde.

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Mücheln bei Wettin – Die ehemalige Templerkapelle mit dem Templerhof und die Geschichte der Tempelritter

Bild: Impressionen von der Templerkapelle zu Mücheln bei Wettin.

Die Saale markierte in historischer Zeit in etwa die Siedlungsgrenze zwischen Germanen und Slawen. So ist der Saalekreis reich an geschichtlichen Zeugen der Frühgeschichte, aber auch des Hochmittelalters. Sehr wahrscheinlich siedelten in der Gemarkung des kleinen Ortes Mücheln, unweit des größeren und bedeutendenderen Wettin, slawische Stämme. Im 11. und 12. Jahrhundert gehörte die Siedlung Mücheln einem Ministerialgeschlecht gleichen Namens. Auch wird um diese Zeit bereits ein befestigter Wirtschaftshof in Mücheln bestanden haben. Gegen Ende des 12. Jahrhunderts kam Mücheln dann in den Besitz der Grafen von Wettin. Die Templerkapelle auf dem Gutshof wurde um 1270 im Stil der französischen Gotik errichtet1. Im Umfeld der Tempelritter bildeten sich zahlreiche Legenden und Verschwörungstheorien heraus. Eine davon ist, dass die Templer in der…

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Ermsleben – Das ehemalige Kloster Konradsburg

Bild: Die Konradsburg bei Ermsleben.

Spricht man heute von der Konradsburg, ist damit ein seit uralten Zeiten besiedelter reizvoller Berg mit den Resten einer Burg, einer spätromanischen Kirche mit zugehöriger Krypta und Wohn- sowie Wirtschaftsgebäuden in der Nähe des Städtchens Ermsleben im Landkreis Harz gemeint. Der Berg wurde bereits in der Bronzezeit bewohnt, was durch zahlreiche Keramikfunde belegbar ist.

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Huysburg – Das Kloster der Benediktiner

Bild: Das Kloster Huysburg bei Halberstadt.

Nördlich des Harzes, in unmittelbarer Nähe zu Halberstadt, liegt ein bewaldeter Höhenrücken – der Huy. Hier befindet sich das außerordentlich reizvolle Kloster Huysburg. Seine Geschichte geht bis in das späte 8. Jahrhundert unserer Zeitrechnung zurück. Um 780 stand hier ein Fort, das zur Sicherung des Gebietes gegen die östlich lebenden slawischen Stämme diente.

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Hettstedt – Die Kirche St. Jakobi

Bild: Impressionen aus der Kirche St. Jakobi auf dem Markt zu Hettstedt.

Eines der bedeutendsten Wahrzeichen der Wipperstadt Hettstedt ist zweifellos die Kirche St. Jakobi im Zentrum unmittelbar am Markt. Der spätgotische Kirchenbau mit der barocken Turmhaube hat für protestantische Verhältnisse eine ungewöhnliche reiche Innenausstattung. Alte Urkunden nennen bereits 1123 einen Pfarrer in Hettstedt, das damals allerdings noch keine Stadtrechte hatte. Die Nennung einer Pfarrstelle lässt den Schluss zu, dass auch eine entsprechende Kirche bestanden hat.

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Halberstadt – Der Dom St. Stephanus

Bild: Die Skulptur STEINE DER ERINNERUNG am Westportal des Domes zu Halberstadt.

Das Bistum Halberstadt hat eine sehr lange Geschichte. Bereits im 9. Jahrhundert wurde an der Stelle der heutigen Stadt Halberstadt ein Missions- und Verwaltungszentrum im Gebiet der Sachsen gegründet. Die hier erbaute Kirche war bereits ein bedeutender Bischofssitz und – vielleicht anders als viele der Kirchenbauten jener Zeit auf deutschem Gebiet – aus Steinen errichtet. Der erste nachweisbare Kirchenbau an der Stelle des Domes wurde im Jahre 859 feierlich geweiht.

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Gernrode am Harz – Die Stiftskirche St. Cyriacus

Bild: Impressionen von der Stiftskirche St. Cyriacus zu Gernrode.

Bereits vor dem Jahr 960 unserer Zeitrechnung trug sich Markgraf Gero mit dem Gedanken, ein Stift für Damen hochadeliger Herkunft zu gründen. Um diese Zeit war die Harzregion wirtschaftlich und politisch die bedeutendste Region Deutschlands geworden. Markgraf Gero muss ein außerordentlich frommer Mensch gewesen sein, denn er ließ auch Kirchen im nicht weit entfernten Frose und in Magdeburg gründen. Außerdem ließ er Seelenmessen für sich und seine Angehörigen in St. Gallen lesen. Mit dem Bau der Kirche wurde möglicherweise schon vor 959 begonnen. Als Bauplatz diente die so genannte Geroburg, eine auf einem Hügel liegende Befestigungsanlage. Der erste Schirmherr des Klosters wurde König Otto I., der die Kirche als Element seiner Machtsicherung sah1. Damit wurde das Stift im Jahre 961…

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Frose – Die Kirche St. Cyriacus

Frose liegt am Nordrand des Unterharzes im Landkreis Aschersleben-Staßfurt. Das Land ist fruchtbar und das Klima ist durch die geografische Lage begünstigt. So ist es kein Wunder, dass die Gegend bereits in frühester Zeit besiedelt wurde. Die Christianisierung der Region wurde im 8. Jahrhundert unter Karl dem Großen abgeschlossen. Der Ort Frose ist übrigens ebenfalls sehr alt. Bereits 936 wurde er erstmals urkundlich erwähnt.

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Eisleben – Die ehemalige Synagoge

Bild: Die ehemalige jüdische Synagoge zu Eisleben.

Eisleben hatte bereits im Mittelalter eine jüdische Gemeinde. Der Zuzug von Menschen jüdischen Glaubens begann im 14. Jahrhundert, wahrscheinlich begünstigt durch den sich entwickelnden Bergbau auf Kupferschiefer und der damit verbundenen Gewerke. Im Jahre 1451 wurde erstmals der JÜDENHOF erwähnt – ein Platz ganz in der Nähe der Synagoge. Die Juden Eislebens hatten, wie an anderen Orten auch, unter ständigen Pogromen und Drangsalen zu leiden.

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Aschersleben – Die Kirche St. Stephani

Bild: Der südliche Turm der Stadtkirche St. Stephani zu Aschersleben vom Halken aus gesehen.

Aschersleben ist eine der ältesten Städte Im Bundesland Sachsen-Anhalt. Eine entsprechende Tradition haben daher auch einige der Kirchen- und Profanbauten in der Stadt aufzuweisen. Zu diesen gehört auch die Kirche St. Stephani im Stadtkern Ascherslebens. Die Ursprünge dieser Kirche gehen bis vor das Jahr 827 zurück, denn sie gehörte zu den ersten der 35 durch Bischof Hildegrim von Chalons gegründeten Archidiakonatskirchen der Region1. Nach alten sächsischen Schriften hat der erste Bischof von Halberstadt – der besagte Hildegrim von Chalons – während seiner bis in das Jahr 827 dauernden Amtszeit insgesamt 35 dem Heiligen Stephanus geweihte Pfarrkirchen errichten lassen. Ein Archidiakonat war eine verwaltungsmäßig dem Bistum unterstellte Verwaltungseinheit. Die Archidiakonen waren somit abhängige Stellvertreter des Bischofs. Im 13. Jahrhundert nahm die…

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Aschersleben – Die Kirche St. Margarethen

Bild: Die Kirche St. Margarethen zu Aschersleben. Blick auf die Südwestseite der Kirche.

Die Kirche St. Margarethen liegt westlich außerhalb der historischen Stadtmauern Ascherslebens. Dennoch dürfte diese Kirche sehr alt sein. Die Lage der westlichen Neustadt mit dem Übergang des Flüsschens Eine und der alten Straße in die Bischofstadt Halberstadt begünstigten die Anlage einer Siedlung samt der dazugehörigen Kirche. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Kirche St. Margarethen im Jahre 1303 als Filial der ungleich größeren Stadtkirche St. Stephani zu Aschersleben. Bei einem der zahlreichen Stadtbrände, die das mittelalterliche Aschersleben verheerten, wurde St. Margarethen im Jahre 1410 eingeäschert. Bis in das Jahr 1586 blieb sie wüst und ungenutzt liegen. Erst in diesem Jahre wurde sie wieder aufgebaut, um der damals offensichtlich überhandnehmenden Abwendung der Bevölkerung von der Kirche entgegenzuwirken.

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Stapelburg bei Ilsenburg – Die Ruine Stapelburg

Bild: Die Ruine der Burg Stapelburg.

Die Burgruine Stapelburg liegt auf einer einzelnen Anhöhe in unmittelbarer Nähe des gleichnamigen Ortes im Landkreis Harz. Die Burg wurde Anfang des 14. Jahrhunderts durch die Grafen von Wernigerode als Schutzburg für die Handels- und Heerstraßen des nördlichen Harzvorlandes gegründet. 1394 wurde die Burg an die Bischöfe von Halberstadt verkauft, die sie ihrerseits wieder an die Grafen von Wernigerode verpfändeten. Danach wechselte das Pfand bis zum Ende des 16. Jahrhunderts häufig den Besitzer. Unter anderem wurde die Stapelburg durch die Grafen von Stolberg und die Grafen von Schwarzburg genutzt. 1596 wurde die Burg an die Familie von Münchhausen verkauft. 1625 kaufte das Halberstädter Domkapitel die Burg zurück. Zeitweise befand sich die Stapelburg danach im Besitz der Familie von der Asseburg.…

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Tilleda – Die ehemalige Königspfalz am Kyffhäuser

Bild: Blick von der Königspfalz zu Tilleda auf das Kyffhäuser-Denkmal.

Tilleda, gelegen in einer fruchtbaren Aue am Fuße der Nordostflanke des romantischen Kyffhäusergebirges, ist zweifelsfrei ein sehr alter Ort. Der Name weist auf eine germanische Ansiedlung aus der Mitte des ersten Jahrtausends nach Christi hin. Seine erste Erwähnung fand Tilleda als karolingisches Königsgut im Hersfelder Zehntverzeichnis vom Ende des 9. Jahrhunderts als Dullede.

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Stecklenberg im Harz – Die Burgruine Stecklenburg

Bild: Impressionen von der Burgruine Stecklenburg bei Stecklenberg im Harz.

Hoch über dem kleinen Ort Stecklenberg unweit Gernrode am Nordrand des Unterharzes steht die Ruine der alten Stecklenburg. Im Jahre 1129 wurde erstmals ein Gero de Steckeleberge urkundlich erwähnt, allerdings ohne Nennung der Burganlage. Da sich die Adeligen jener Zeit üblicherweise nach ihren Burgen zu nennen pflegten, ist aber anzunehmen, dass um diese Zeit bereits eine Burganlage an der jetzigen Stelle bestanden hat. Während der kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Heinrich dem Löwen und Friedrich Barbarossa wurde die Stecklenburg zerstört1. 1181 wurde der Name Stecklenburg als CASTRUM STECKELENBORK erstmals erwähnt. In diesem Jahr ging die Stecklenburg in das Eigentum des Stiftes Halberstadt über. Die Bischöfe von Halberstadt ließen die Burg umgehend wieder aufbauen. Etwa 20 Gehminuten von der Ruine der Stecklenburg entfernt…

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Schraplau – Die Ruinen der ehemaligen Burg und Festung der Grafen von Mansfeld

Bild: Die Ruinen der Festung Schraplau.

Die kleine und landschaftlich sehr reizvoll am Weidabach gelegene Stadt Schraplau gehört jetzt zum Landkreis Saalekreis. Vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges aber war Schraplau neben Eisleben, Gerbstedt und Alsleben eine der vier Städte des Mansfelder Seekreises. Der Ort gehörte über dreihundert Jahre den Grafen von Mansfeld. Der Ortsname Schraplau stellt im Vorharzgebiet eine Besonderheit dar. Der Name klingt slawisch, ist aber deutschen Ursprunges. Er setzt sich aus den althochdeutschen Worten scraeva für Habicht und loh für Wald zusammen. So kann man Schraplau auch mit Habichtswald übersetzen. Die Einheimischen nennen ihren Ort noch heute mundartlich Schrappel.

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Schneidlingen – Die Wasserburg

Bild: Die Wasserburg Schneidlingen.

Die Wasserburg von Schneidlingen wurde 1324 erstmals urkundlich erwähnt. Die Wasserburg und der Ort gehörten den Bischöfen von Halberstadt. Die Burg wurde bis 1604 oft verpfändet. Von 1611 bis 1617 fanden umfangreiche Umbauten statt, bei denen die Burg ihren Renaissancecharakter erhielt. 1810 wurde die Burg säkularisiert und in eine Domäne umgewandelt. In den Jahren der DDR befanden sich in der Wasserburg Schneidlingen ein Kindergarten und ein Altenheim. Die Zeitläufe haben der Wasserburg übel mitgespielt. Von der Burg befindet sich heute eigentlich nur noch der Bergfried mit der Barockhaube in einem guten Zustand. Die Wirtschaftsgebäude sind meist nur noch Ruinen. Der weitere Verfall wird durch neu eingedeckte Dächer erst einmal weitgehend aufgehalten.

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Blankenburg am Harz – Die Burgruine Regenstein

Bild: Das Alte Schloss Reinstein oder Regenstein. Stich von Matthäus Merian aus den Jahren 1654/1658. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.

Auf einem weithin sichtbaren exponierten Sandsteinrücken in den Nähe der Stadt Blankenburg im Nordharz befinden sich die Reste einer in den Fels gehauenen Burg- und Festungsanlage, der Regenstein. Eine erste Nutzung des Berges als Burganlage geht bis in das 11. Jahrhundert zurück. 1197 nennt sich ein Graf Konrad I. erstmals nach dem Regenstein und begründet so das Geschlecht der Regensteiner. In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts wurde der Regenstein baulich stark erweitert. Die Burg hatte danach eine Ausdehnung von 17500 Quadratmetern. Im 14. Jahrhundert hatten die Grafen von Regenstein beherrschende territoriale Machtposition im Nordharz. Durch permanente Fehden mit dem Halberstädter Bistum kam es jedoch schnell zum Ruin des Regensteiner Grafengeschlechts.

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Haus Zeitz – Königshof, Schloss, Rittergut und zuletzt … Ruine

Bild: Impressionen von der Ruine Haus Zeitz.

Haus Zeitz, eine kleine Siedlung im südlichen Teil des Landkreises Salzland, gehört heute zur Gemeinde Belleben. Der Ursprung dieser Siedlung geht sehr wahrscheinlich bis in die Zeit der slawischen Besiedlung des Gebietes links der Saale zurück. Der Name Zeitz erinnert an die slawische Worte zitci oder ciza, die für Kornspeicher oder Göttin der Säugenden stehen. Spätere Namensnennungen der Siedlung lassen den slawischen Ursprung nachvollziehbar werden.

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Neustadt im Harz – Die Ruine der Burg Hohnstein

Bild: Die Burgschänke in der Burgruine Hohnstein bei Neustadt im Harz.

Die Burgruine Hohnstein liegt inmitten dichter romantischer Wälder hoch über dem Ort Neustadt im Harz. Erstmals wurde die Burg im Jahre 1120 erwähnt. Über einen Zeitraum von fast 300 Jahren war die Burg Residenz der seinerzeit mächtigen Grafen von Hohnstein. Die Hohnsteiner waren unerschrockene und streitbare Herren, die auch oft mit der Reichsstadt Nordhausen in Fehde lagen. Ihre Blütezeit hatten die Herren von Hohnstein im 13. Jahrhundert.

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