Questenberg und das historische Questenfest

Bild: Die Queste bei Questenberg.

Die Queste ist ein etwa zehn Meter hoher und entrindeter Eichenstamm, der mit starken Hölzern sicher im Kalkfelsen verkeilt ist. Alle Äste sind bis auf wenige kurze Stümfe entfernt. Diese dienen als Sprossen zum Besteigen des Stammes. An diesem Eichenstamm ist ein etwa zwei Meter im Durchmesser betragender Kranz befestigt, an dem sich die Questen, das sind aus Birke geflochtene Büschel, befinden.

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Questenberg – Ort, Roland, Kirche und Queste

Bild: Blick von der Queste auf Questenberg.

Das etwa 350 Einwohner zählende Dorf Questenberg liegt malerisch umrahmt von imposanten Kalksteinfelsen im Landkreis Manfeld-Südharz. Genau hier hat sich der Bach Nasse im Laufe der Zeit einen imposanten Durchbruch durch die Kalkfelsen geschaffen. Das Tal ist so eng, dass sich der Ort im wesentlichen nur an einer einzigen Hauptstraße entlang ziehen konnte. Dennoch hat der im Jahre 1397 erstmals erwähnte Ort einiges zu bieten: die Queste, die Ruinen einer mittelalterlichen Burg, einen hölzernen Roland, eine Kirche sowie Häuser mit einer sehr schönen Fachwerkarchitektur.

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Mansfeld – Die Stadt Martin Luthers

Bild: Die mächtige Bastion Mine des Schlosses zu Mansfeld prägt das Antlitz der Kleinstadt im Landkreis Mansfeld-Südharz bei Nacht.

Die kleine Stadt Mansfeld liegt im Tal unter dem gleichnamigen Schlosse und seinem gegenüberliegen Hang. Mansfeld hat heute mit seinem Stadtteil Leimbach etwa 8.400 Einwohner, mit den nach der Wende eingemeindeten Orten kommt die Einheitsgemeinde auf insgesamt etwa 10.000 Einwohner. Bedingt durch die geografische Lage hat Mansfeld teils enge und stark geneigte Gassen. In Mansfeld hat der Reformator Martin Luther einen Teil seiner Kindheit und Jugend verbracht – und wie seinerzeit wird die Stadt noch heute von Schloss Mansfeld – einst eine der stärksten Festungen in Deutschland – überragt.

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Langenstein und seine einzigartigen Höhlenwohnungen oder Felsenwohnungen

Bild: Die Höhlenwohnungen in Langenstein bei Halberstadt. Foto © 2011 by Bert Ecke & Birk Karsten Ecke.

Im Jahre 1855 suchten 12 junge Familien in Langenstein bei Halberstadt eine Wohnung. Da das Geld knapp war und Kredite nicht gewährt wurden, wandten sie sich an den Gemeinderat. Dieser empfahl den Wohnungssuchen, sich ihre Unterkunft in den am Schäferberg zu Tage tretenden Sandstein zu schlagen. Dieser Rat war ernst gemeint – und zudem pragmatisch, denn in Langenstein gab es bereits seit 1787 in der Nähe der Altenburg oberhalb der heutigen Dorfstraße eine Felsenwohnung. Die neuen Wohnungen wurden mit Hammer und Meißel in den relativ weichen Sandstein getrieben. Die Wohnungen bestanden aus aus Wohnzimmer, Küche, meist mehreren Schlafräumen oder Schlafnischen und einer kleinen Vorratskammer.

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Hettstedt – Der Stadtpark mit dem ehemaligen Friedhof

Bild: Blick auf das Bahrenhaus auf dem ehemaligen Friedhof von Hettstedt.

Zum Stadtpark der Stadt Hettstedt gelangt man vom Markt aus auf einem kurzen Anstieg unmittelbar hinter der Kirche St. Jacobi. Der heutige Stadtpark wurde bis 1539 als Gottesacker genutzt, danach aber aufgegeben. Die Gründe für die Verlegung des Friedhofes können vielfältig sein. So war das 16. und 17. Jahrhundert in Mitteldeutschland die furchtbare Zeit der Pest und auch Hettstedt hatte viele Tote zu beklagen. Andererseits war das mittelalterliche Hettstedt durch sehr beengte bauliche Verhältnisse gekennzeichnet, da der Stadtkern kaum größer als ein Dorf war.

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Hettstedt – Die Wipperstadt und ihre historische Stadtmauer

Bild: Der Molmeck von Hettstedt vom Stadtpark aus gesehen.

Noch heute sind im Zentrum der Stadt Hettstedt einige bedeutende Reste der mittelalterlichen Stadtmauer zu sehen, so das Saigertor, der Zuckerhut oder der wuchtige Molmeck mit seinem Wasserspeier. Einen ersten Schutz bekam die Bergbaustadt durch den Bau einer Burg, dem heute so genannten Brauhaus, die wahrscheinlich im 13. Jahrhundert von den Grafen von Arnstein errichtet wurde. Bei dieser Anlage wird es sich sicher um eine Wasserburg gehandelt haben, von der heute lediglich der Stumpf des Bergfriedes erhalten ist. Die Stadt Hettstedt wurde wie oben erläutert im 14. und 15. Jahrhundert immer wieder in kriegerische Auseinandersetzungen um die Grafschaft Falkenstein verwickelt.

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Hettstedt – Der Kupferberg mit der Kirche St. Gangolf und dem ehemaligen Hospital sowie Gut und Ortschaft

Bild: Die Stiege vom Luisenplatz zum Kupferberg in Hettstedt.

Im Jahre 1199 sollen die Bergknappen Nappian und Neucke auf dem Kupferberg bei Hettstedt mit dem Bergbau auf Kupferschiefer begonnen haben. Etwa zur gleichen Zeit wurden hier von den Bergleuten eine kleine Kapelle und ein Hospital errichtet. Geht man heute vom Luisenplatz zur Kirche St. Gangolf, so lässt sich noch ein Hauch des historischen Ortes Kupferberg verspüren. Der Weg zur Kapelle führt über eine enge und steile steinerne Stiege. Die Gassen um die Kapelle sind eng, kaum mit dem Auto befahrbar. Und der gepflegte Pfarrgarten bildet ein harmonisches Ensemble mit der einfachen Gestallt der Kirche St. Gangolf. Dazu kommt ein traumhafter Blick über die Altstadt und die Reste der Stadtmauer von Hettstedt.

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Hettstedt – Die Stadt zwischen Harz und Halden

Bild: Auf dem Markt von Hettstedt.

Im schmalen Wippertal, eingefasst von steilen Hängen und unzähligen Bergbauhalden, liegt die Stadt Hettstedt. Die erste Erwähnung geht auf eine Urkunde aus dem Jahre 1046 zurück, in der eine Siedlung HEICZTEDE erwähnt wurde. Damals schenkte König Heinrich III. einige Güter, vielleicht aber auch den ganzen Ort, dem Bistum Meißen. Das und auch die Endung -stede (heute: -stedt) legt die Vermutung nahe, dass hier schon einige Zeit vorher eine Siedlung bestanden hat.

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Lutherstadt Eisleben – Die Stadt Martin Luthers und des Kupferschieferbergbaues

Bild: Auf dem Markt der Lutherstadt Eisleben.

Die Lutherstadt Eisleben, bis zur Kreisgebietsreform in Sachsen-Anhalt im Juli 2007 Sitz des Landrates des Mansfelder Landes, liegt am Westrand der Mansfelder Mulde. Eisleben ist reich an Traditionen. Jahrhundertelang wurde in der Region Bergbau auf Kupferschiefer betrieben, der dem Ort einen gewissen Wohlstand brachte. Die Stadt ist aber auch Geburts- und Sterbeort des Reformators Martin Luther. Aber auch die Grafen von Mansfeld haben den Ort geprägt.

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Bösenburg – Dorf, Burgberg, Kirche St. Michael, Heilige Breite und Steinmetzschule

Bild: In Bösenburg im Fleischbachtal.

Bösenburg ist heute ein Ortsteil des nahen Rottelsdorf und liegt im Landkreis Mansfeld-Südharz. Bereits in frühester Zeit war die Gegend um Bösenburg besiedelt. Auf dem heutigen Burgberg soll die Burg des sagenhaften Königs der Thüringer Bisino gestanden haben. Im Mittelalter war Bösenburg einer der wichtigsten Orte der Grafschaft Mansfeld, denn hier wurde Gericht über alle Streitfälle des nördlichen Hosgaues gehalten. Nicht zuletzt wurde Bösenburg im 17. Jahrhundert durch seinen ausgezeichneten Sandstein und seine Steinmetzarbeiten berühmt.

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Aschersleben – Ein Spaziergang um die historische Stadtmauer

Bild: Überall in Aschersleben sind auch heute noch ausgezeichnet erhaltene Reste der Stadtmauer erhalten. Hier das RONDELL von 1507 am Doktor-Wilhem-Kültz-Platz.

Lassen Sie sich von mir zu einem Spaziergang um die historische Stadtmauer der Stadt Aschersleben einladen. Aschersleben konnte – anders als andere Städte in Deutschland – seine mittelalterliche Stadtmauer weitgehend erhalten. Ihre Länge betrug einst ungefähr 2.300 Meter. 15 Wehrtürme entlang der Befestigungsgmauer sind bis heute erhalten. Zum Befestigungssystem der mittelalterlichen Stadt Aschersleben gehörten auch 12 Beobachtungstürme – sogenannte Warten – an exponierten Stellen außerhalb des Stadtgebietes.

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Aschersleben – Der Kleine und der Große Halken

Bild: Der Halken in Aschersleben.

Am Fuße der mächtigen Kirche St. Stephani zu Aschersleben zeugen zwei kleine Straßenzüge vom Arbeiten und Wohnen der Handwerker in einer mittelalterlichen Stadt. Der Halken – so der Name des Quartiers – ist neben dem Grauen Hof einer der wenigen wirklich alten Bauensemble der Stadt. Aschersleben wurde häufig von Stadtbränden heimgesucht, und so ist heute kaum noch ein Privatgebäude aus der Zeit vor dem 16. Jahrhundert erhalten.

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Aschersleben – Der Graue Hof oder Grauer Hof

Bild: Der Graue Hof in Aschersleben. Außenansicht.

Der Graue Hof ist zweifellos eines der ältesten Gebäude der Stadt Aschersleben. Die Stadt wurde häufig von verheerenden Bränden heimgesucht, und so ist heute kaum noch ein Gebäude aus der Zeit vor dem 16. Jahrhundert erhalten. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Graue Hof im Jahre 1309 als Schenkung des Grafen Otto von Anhalt an die Zisterzienser im Kloster Michaelstein bei Blankenburg im Harz. Der Graue Hof dürfte daher erheblich älter sein. Seinen Namen erhielt der Gebäudekomplex Grauer Hof von den grauen Kutten der Zisterziensermönche. Für den Schutz, den der Graue Hof innerhalb der festen Stadtmauern Ascherslebens genoss, musste ein jährlicher Zins von 2 Mark Silber an den Rat entrichtet werden.

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